Opfer flohen auf Dach

Trauer und Wut nach Bluttat mit 8 toten Kindern

Ausland
20.04.2026 20:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem ein 31-Jähriger im US-Bundesstaat Louisana acht Kinder – davon waren sieben seine eigenen – erschossen hatte, ist die Bestürzung groß. Eine bevorstehende Trennung von seiner Ehefrau könnte das Motiv für den Schützen gewesen sein. In sozialen Medien gab er sich noch kurz vor der Wahnsinnstat als liebender Familienvater ...

Shamar E. hatte zunächst einer Frau ins Gesicht geschossen, bevor er zu einem weiteren Haus ging, wo er acht Menschen tötete. Einige Opfer versuchten verzweifelt, zu fliehen und krochen durch ein Fenster auf das Dach. Dort wurde später die Leiche eines Kindes gefunden. 

Täter litt unter „düsteren Gedanken“
Familienmitglieder erklärten in Interviews, dass der 31-Jährige an psychischen Problemen gelitten und in letzter Zeit Suizidgedanken geäußert habe. Zudem habe es in der Ehe Probleme gegeben. Seiner Mutter und seinem Stiefvater habe er vor etwa zwei Wochen unter Tränen erklärt, dass seine Frau die Scheidung wolle und dass er von „düsteren Gedanken“ geplagt werde.

In diesem Haus verloren die acht Kinder ihr Leben.
In diesem Haus verloren die acht Kinder ihr Leben.(Bild: AP/Gerald Herbert)

„Ich sagte ihm: ,Du kannst das schaffen, Mann. Egal, was du durchmachst, du kannst es überwinden‘“, erklärte sein Stiefvater Marcus Jackson in einem Interview. „Dann erinnere ich mich, dass er zu mir sagte: ,Manche Menschen besiegen ihre Dämonen nie.‘“ Der Stiefvater erklärte jedoch, selber nicht genau zu wissen, welche Probleme E. mit seiner Ehefrau gehabt habe. Die beiden waren seit 2024 verheiratet. 

In sozialen Medien zeigte sich E. vollkommen anders als der brutale Mörder, als der er sich herausstellen sollte. Am Tag vor den tödlichen Schüssen hatte er noch ein Foto seiner ältesten Tochter gepostet, die einen Burger aß. Zu Ostern postete er ein Gruppenfoto mit seinen sieben Kindern. Darunter schrieb er: „Alle meine Kinder“, wie US-Medien berichteten. 

Jahre zuvor nur Bewährungsstrafe nach Schüssen nahe Schule
Der Schütze war bereits zuvor aufgefallen: Im Frühjahr 2019 wurde E. wegen illegalen Waffenbesitzes und des Führens einer Schusswaffe auf einem Schulgelände festgenommen. Laut Polizeibericht feuerte er fünf Schüsse auf ein Auto ab, nur etwa 90 Meter von einer High School in Shreveport entfernt. Er wurde allerdings nur zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Wenige Stunden nach der Bluttat kamen Angehörige und Freunde beim Tatort zusammen. Sie spendeten sich Trost, nahmen sich in die Arme und zündeten Gedenkkerzen für die jungen Opfer an. Viele waren auch wütend.

Der Vater, der auch auf seine Frau schoss, flüchtete nach der Wahnsinnstat in einem Auto, das er sich mit Waffengewalt unter den Nagel gerissen hatte. Die Mutter der toten Kinder überlebte schwer verletzt. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei kam es zu einem Schusswechsel mit den Beamten. Die US-Cops erschossen den 31-Jährigen.

Bei der Tat in Shreveport handelte es sich um den tödlichsten Schusswaffenvorfall mit vielen Opfern in den USA seit Januar 2024. Damals waren acht Menschen in Chicago erschossen worden.

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