Polit-Drama um Frieden

Gespräche am seidenen Faden: Iran mit Kehrtwende

Außenpolitik
20.04.2026 17:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran erwägt jetzt doch wieder, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Vizepräsident JD Vance werde in einigen Stunden in Islamabad landen und die Verhandlungen fortsetzen, hieß es am Montagnachmittag.

Auch ein Insider bestätigte, dass die iranische Regierung einer Beteiligung „positiv“ gegenüberstehe. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Wie berichtet, schien die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zunächst gefährdet zu sein, nachdem die Vereinigten Staaten am Sonntag ein iranisches Frachtschiff gekapert hatten. Daraufhin drohte die iranische Führung mit Vergeltung.

Nein, doch – nein, vielleicht
Zuvor hatten Staatsmedien am Montag berichtet, Teheran habe neue Verhandlungen abgelehnt. Grund dafür seien die anhaltende Blockade der Straße von Hormuz, die bedrohliche Rhetorik und die „überzogenen Forderungen“ Washingtons. „Man kann nicht die Ölexporte des Iran einschränken und gleichzeitig die Sicherheit für andere gewährleisten“, schrieb der Erste Vizepräsident des Iran, Mohammadreza Aref, in den sozialen Medien. Außenamtssprecher Esmail Baghaei sagte, die Regierung in Washington habe gezeigt, dass sie den diplomatischen Prozess nicht ernst nehme. 

Trump sprach am Montag von einer „letzten Chance“ für die Iraner:

Vance, Kushner und Witkoff in Islamabad
Am Montagnachmittag sagte US-Präsident Donald Trump der Zeitung New York Post, dass Vizepräsident Vance Verhandlungen mit dem Iran in Islamabad fortsetzen werde. Vance soll von einer Delegation begleitet werden, der auch Trumps Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner angehören.

Die Uhr tickt unaufhörlich
Trump sagt dem Blatt, er selbst sei bereit zu einem Treffen mit den iranischen Anführern, falls es Fortschritte in den Verhandlungen gebe. Europäische Verbündete befürchten, dass das US-Verhandlungsteam auf ein schnelles, oberflächliches Abkommen dränge das langwierige und technisch komplexe Folgegespräche nach sich ziehen würde.

Pakistans Innenminister Mohsin Raza Naqvi, der vermittelt, empfing am Montag bei separaten Treffen diplomatische Vertreterinnen und Vertreter aus dem Iran und den USA. „Wir beten für den Erfolg der zweiten Verhandlungsrunde in Islamabad“, sagte Naqvi. Am kommenden Mittwoch läuft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA aus. 

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