Diesel, Kerosin

Hattmannsdorfer erwartet Lieferengpass im Mai

Innenpolitik
15.04.2026 16:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) rechnet mit einem Lieferengpass bei Treibstoffen im Mai. „Die Verwerfungen in den letzten Wochen werden zeitverzögert auch in Europa ankommen“, sagte er am Mittwoch. Konkret würden in Europa wegen geringerer Lieferungen fünf Prozent des Diesels und 15 Prozent Kerosin fehlen.

Das wirke sich auf den Preis aus. Zugleich fügte er, wie zuletzt auch der Krisenkoordinator der Bundesregierung, hinzu, dass 90 Prozent des verbrauchten Flugbenzins in Wien in der nahe gelegenen Raffinerie hergestellt werde. „Das Hauptproblem ist, wenn ein Flieger woanders hinfliegt“, sagte der Minister. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sagte, dass die Flugtickets wohl teurer würden.

Man sei für den Ernstfall vorbereitet, sagte Hattmannsdorfer. Von den bereits freigegebenen Reserven habe bisher nichts abgerufen werden müssen. Er und Stocker forderten am Mittwoch die Bevölkerung zum Energiesparen auf. „Jeder sollte überlegen, wo kann er Energie sparen“, sagte der Minister. Sollte es zu einer Mangellage kommen, werde man weitere Maßnahmen beraten. Kritik kam von den Grünen. Seit Wochen würden Fachleute vor drohenden Versorgungsengpässen warnen, passiert sei in Österreich „jedoch absolut nichts“, sagte Energiesprecher Lukas Hammer. „Sich auf unsere Notstandsreserven allein zu verlassen, wäre hier absolut unverantwortlich.“

Stocker: Sind Vorbild für andere Länder
Hattmannsdorfer und Stocker bezeichneten die Spritpreisbremse als Erfolg und wollen an ihr festhalten. Laut Hattmannsdorfer ist sie ausschlaggebend, um die Inflation in diesem Jahr unter drei Prozent zu halten. Andere Länder würden das österreichische Modell bereits studieren und übernehmen wollen, sagte Stocker. Er erkannte im Vorgehen der OMV, die ihre Gewinnspanne beim Diesel nur um 2,8 Cent statt wie vorgesehen um fünf Cent kürzen will, einen Beleg für die Wirksamkeit. „Wir wollen keine überproportionalen Gewinne. Wenn die OMV ihre Marge sowieso nicht erhöhen kann, dann muss ich auch nicht bremsen“, sagte er.

Auch Fiskalratschef Christoph Badelt sprach sich am Mittwoch im Ö1-Mittagsjournal grundsätzlich für die Spritpreisbremse aus. Die Gewinnsituation der Konzerne sei „nicht so schlecht, dass man sich um sie Sorgen machen müsste“, meinte er.

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