Rätselhafter Auftritt

Melania Trump bricht ihr Schweigen zu Epstein

Außenpolitik
10.04.2026 09:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Warum tritt die First Lady kurzfristig vor die Presse – und beantwortet dann keine Fragen? Genau dieses Bild bot sich am Donnerstag im Weißen Haus: Melania Trump nutzte einen eigens angesetzten Termin, um sich öffentlich von dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu distanzieren – und ließ dabei offen, was der konkrete Anlass für das ungewöhnliche Statement war.

In ihrer Erklärung stellte die 55-Jährige klar, sie habe keine persönliche Beziehung zu Epstein gehabt. „Ich war nie mit Epstein befreundet“, sagte sie. Weder sei sie auf dessen Privatinsel gewesen, noch habe sie eines seiner Flugzeuge genutzt. Von seinen Verbrechen habe sie nichts gewusst.

Beobachter halten es für möglich, dass Trump mit ihrem Auftritt möglichen neuen Vorwürfen zuvorkommen wollte. Fragen von Journalisten ließ sie unbeantwortet.

Presseauftritt mit Fragezeichen: Melania Trump weist Epstein-Verbindung scharf zurück
Presseauftritt mit Fragezeichen: Melania Trump weist Epstein-Verbindung scharf zurück(Bild: AP/Jacquelyn Martin)

Mailkontakt mit Maxwell eingeräumt
In ihrer Ansprache ging die First Lady auch auf E-Mail-Kontakt mit Ghislaine Maxwell ein, einer engen Vertrauten Epsteins. Ihre Antwort könne „nicht als mehr als eine lockere Korrespondenz“ gewertet werden, erklärte Trump, ohne Details zu nennen.

Zuvor hatten Demokraten aus einem Kongressausschuss eine E-Mail aus dem Jahr 2002 veröffentlicht. Die Nachricht, unterzeichnet mit „Melania“, richtet sich an „G!“ und thematisiert unter anderem ein mögliches Treffen in New York sowie einen Artikel über „JE“. Namen von Absender und Empfänger wurden geschwärzt.

Ehemann nicht über Epstein kennengelernt
Zugleich wies Melania Trump zurück, ihren Ehemann Donald Trump über Epstein kennengelernt zu haben. Sie habe ihn 1998 zufällig bei einer Veranstaltung in New York getroffen.

Seit Jahren kursierten im Internet „zahlreiche gefälschte Bilder und Behauptungen“ über sie und Epstein. Diese seien „völlig falsch“, betonte sie. Allerdings existiert ein bereits länger bekanntes Foto aus dem Jahr 2000, das das Ehepaar Trump gemeinsam mit Epstein und Maxwell zeigt.

Melania: „Lügen müssen ein Ende finden“
„Die Lügen, die mich mit dem schmachvollen Jeffrey Epstein verbinden, müssen heute ein Ende finden“, erklärte die frühere Model. Falsche Behauptungen zielten lediglich darauf ab, ihrem Ruf zu schaden. Gemeinsam mit ihren Anwälten wolle sie dagegen vorgehen.

Sie räumte ein, dass sie und ihr Mann gelegentlich zu denselben gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Epstein eingeladen gewesen seien. In New York und Palm Beach würden sich solche Kreise häufig überschneiden. Eine tatsächliche Beziehung habe es jedoch nicht gegeben.

Zudem betonte Trump, selbst kein Opfer Epsteins gewesen zu sein. Gleichzeitig forderte sie den Kongress auf, Betroffenen die Möglichkeit zu geben, unter Eid öffentlich auszusagen.

Der Fall Epstein
Der Fall Epstein beschäftigt die US-Justiz seit Jahrzehnten. Dem Millionär wurde vorgeworfen, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben.

Bereits 2008 wurde Epstein verurteilt, nachdem er sich in Teilen schuldig bekannt hatte. Ein umstrittener Deal mit der Staatsanwaltschaft führte jedoch dazu, dass er nur 13 Monate Haft verbüßen musste.

2019 wurde Epstein erneut festgenommen, unter anderem wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen. Einen Monat später wurde er tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. Offiziell wurde sein Tod als Suizid eingestuft.

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