Die angekündigte Demo auf der Brennerautobahn am kommenden Samstag sorgte schon im Vorfeld für Diskussionen und Verunsicherung. Das Land Tirol rät dazu, das Bundesland an diesem Tag großräumig zu meiden. Die „Krone“ hat die wichtigsten Infos für Einheimische und Reisende zusammengefasst.
Ein Verkehrschaos am kommenden Samstag dürfte wohl schon vorweg für relativ gesichert gelten. Eine angekündigte Demo im Bereich des Brennerkorridors (A13) im Wipptal dürfte den Verkehr dort für mehrere Stunden nahezu lahmlegen – die „Krone“ berichtete ausführlich.
Für den Transitverkehr, der von Deutschland in Richtung Italien oder umgekehrt rollt, gilt an diesem Tag: Tirol großräumig zu meiden. „Der Brennerkorridor am 30. Mai ist für den Durchzugsverkehr komplett gesperrt. Es gibt keine lokalen Ausweichmöglichkeiten“, erklärte Kathrin Eberle, Bezirkshauptfrau des Bezirks Innsbruck-Land im Vorfeld.
Acht Stunden Totalsperre für Autobahn und Bundesstraße
Die A13 wird zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beide Fahrtrichtungen für den gesamten Verkehr gesperrt. Für Lkws gibt es bereits ab 9 Uhr kein Durchkommen mehr. Auch in den Stunden und Tagen vor und nach der Sperre sei laut Eberle mit „erhöhtem Verkehrsaufkommen“ und somit auch mit Behinderungen zu rechnen.
Zur Sicherung von Verkehr und Versorgung werden auch im Umkreis die B182 Brennerstraße und die L38 Ellbögener Straße am Demotag für den Durchzugsverkehr gesperrt bzw. entsprechend kontrolliert. Auch die B183 Stubaitalstraße ist an diesem Tag nur für den Ziel- und Quellverkehr befahrbar.
Land Tirol, Polizei und ASFINAG versuchten vorweg zu kalmieren und betonten die umfassende Vorbereitung auf den Einsatztag. „Die Sperren und Fahrverbote werden kontrolliert. Wer am 30. Mai unterwegs ist, sollte deutlich mehr Zeit einplanen“, so Enrico Leitgeb, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei. Auch die Behörden wiesen darauf hin, dass Verzögerungen außerhalb der Sperrzeiten möglich seien.
Wer am 30. Mai unterwegs ist, sollte deutlich mehr Zeit einplanen.
Enrico Leitgeb, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei
Zudem wird betont, dass es trotz der umfangreichen Sperren zu keinen Beeinträchtigungen der medizinischen Versorgung im Wipptal kommen wird. Die Einsatzfähigkeit von Polizei, Feuerwehr und Rettung bleibe vollständig aufrecht. Dafür seien vom Land Tirol, Polizei und ASFINAG entsprechende Sicherheits- und Versorgungskonzepte ausgearbeitet worden. Am Einsatztag selbst seien etwa zusätzliche Einsatzfahrzeuge und gesicherte Korridore vorgesehen.
Zahlreiche Auflagen für Veranstalter
Die Behörde hat dem Veranstalter mehrere Auflagen erteilt. So müssen unter anderem 100 Ordnerkräfte gestellt, ein Notfallkorridor eingerichtet sowie ein Ambulanzdienst und WC-Anlagen organisiert werden. Fahrräder, Roller und ähnliche Fortbewegungsmittel sind aus Sicherheitsgründen verboten.
Grundsätzliche Informationen, häufig gestellte Fragen sowie Hinweise für Durchreisende, An- und Abreisende, AnrainerInnen und Personen in Tirol werden laufend unter www.tirol.gv.at/brennersperre bereitgestellt.
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