Unglück in Frankreich

TGV-Schnellzug rammt Militär-Lkw: Lokführer tot

Ausland
07.04.2026 11:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Norden Frankreichs ist am Dienstagfrüh ein TGV-Schnellzug mit einem Armee-Lkw zusammengestoßen. An Bord des Zuges befanden sich Hunderte Passagiere, von denen 16 verletzt wurden. Der Lokführer kam bei dem Crash ums Leben.

Laut Medienberichten war er vierfacher Vater und stand kurz vor der Pensionierung. Bahnchef Jean Castex bezeichnete ihn als „äußerst erfahrenen Eisenbahner“.

Zu dem Unglück mit einem Toten und 16 Verletzten kam es gegen 7 Uhr auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Nœux-les-Mines abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes der französischen Bahn. Dort war der TGV mit dem Tempo eines gewöhnlichen Zuges (mit ungefähr 160 Kilometern pro Stunde) unterwegs. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

Wie die Zeitung „La Voix du Nord“ berichtete, kollidierte der Zug mit dem Anhänger eines Lastzuges, der Armeefahrzeuge transportierte. Auf Fotos, die ein Verantwortlicher der Bahngewerkschaft teilte, war der schwerbeschädigte und aus den Gleisen gesprungene Triebkopf des Zuges zu sehen. Nach dem Aufprall kam der Zug erst Hunderte Meter weiter zum Stehen.

Hier sehen Sie Bilder von dem Unglück:

Lkw-Fahrer in Polizeigewahrsam
Die Bahnschranken hätten einwandfrei funktioniert, sagte Bahnchef Jean Castex, der sich zusammen mit Verkehrsminister Philippe Tabarot vor Ort ein Bild von dem Unglück machte. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Fahrer des Lastzugs kam in Polizeigewahrsam. 

Vor einer Woche erst sei auf einem Bahnübergang ein Schwertransport für die Armee stecken geblieben, meinte der Gewerkschafter.

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