In Österreich billiger

Diesel in Deutschland so teuer wie noch nie

Wirtschaft
06.04.2026 14:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei unseren deutschen Nachbarn war der Diesel am Ostersonntag so teuer wie noch nie. In Österreich mussten die Lenker zwar auch tief in die Geldtasche greifen, im Vergleich zum Samstag war die Fahrt zur Tankstelle aber etwas günstiger.

Am gestrigen Ostersonntag kostete in Österreich ein Liter Diesel im Durchschnitt bundesweit 2,147 Euro, für einen Liter Superbenzin mussten 1,752 Euro bezahlt werden. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber Samstag, an dem 2,172 Euro für Diesel und 1,765 Euro für Benzin verlangt wurden. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control hervor.

Rekordpreis in Deutschland
Beim Nachbarn Deutschland hat der Dieselpreis am Ostersonntag ein neues Allzeithoch erreicht. Wie der deutsche ADAC mitteilte, kostete Diesel gestern im Tagesdurchschnitt 2,440 Euro pro Liter und damit 1,5 Cent mehr als am Tag zuvor. Der Anstieg bei Super E10 fiel mit 0,7 Cent moderater aus: 2,191 Euro pro Liter mussten Autofahrer für den Kraftstoff im Tagesdurchschnitt in Deutschland zahlen.

Bei unseren deutschen Nachbarn erreichte der Dieselpreis ein Allzeithoch. (Archivbild)
Bei unseren deutschen Nachbarn erreichte der Dieselpreis ein Allzeithoch. (Archivbild)(Bild: AP/UWE LEIN)

Seit dem 1. April dürfen die Spritpreise an den deutschen Tankstellen nur noch einmal täglich um 12:00 Uhr erhöht werden. Vorbild dafür ist Österreich. Seit Anfang April sind die Preise in Deutschland jedenfalls weiter gestiegen. Zum Vergleich: Vergangenen Montag – also vor Einführung der Regel – lag der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Super E10 bei 2,087 Euro je Liter, Diesel kostete 2,295 Euro.

Keine Hoffnung auf Entspannung
Ein Blick auf den Ölmarkt gibt keine Hoffnung auf Entspannung: Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg zum Wochenstart auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges im Iran.

„Verrenkungen“ der Regierung
Die österreichische industrienahe Denkfabrik Agenda Austria fragt sich am heutigen Montag, ob ein „kollektiver Nervensummenbruch an der Zapfsäule“ herrscht und spricht von „Verrenkungen“ der Regierung im Zusammenhang mit der Spritpreisbremse. „Alles für ein paar Cent weniger an der Zapfsäule. Dabei sind die aktuellen Spritpreise zwar ärgerlich, aber kaufkraftbereinigt nicht gerade ein nationaler Notstand“, so der Wiener Think Tank.

Kaufkraftbereinigt keine Teuerung
Selbst wenn man zu den aktuellen Preisen am Osterwochenende wieder 10 Cent aufschlagen würde, müsse ein Erwerbstätiger mit mittlerem Nettoverdienst für einen Liter Benzin rund sechs Minuten arbeiten; genau wie im Schnitt der vergangenen drei Jahrzehnte. „Selbst für Diesel muss man nicht länger arbeiten als im Jahr 2012“, rechnet die Agenda Austria vor.

Sie fragt sich, „welche Asse die Regierung noch aus dem Ärmel ziehen will, wenn demnächst auch Gas und Strom wieder teurer werden“. Die Regierung werde ihren finanziellen Spielraum noch brauchen, „um bedürftige Haushalte über den Winter 2026/27 zu bringen“, warnt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge.

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