Die Maßnahme der Regierung ist in Kraft. Um zehn Cent soll Treibstoff so günstiger werden. Teils fallen die Senkungen sogar höher aus, oft aber auch geringer, zumindest vorerst. Das hat mehrere Gründe.
Die „Krone“ hat den Selbstversuch gemacht und am Mittwochnachmittag sowie am Donnerstag kurz nach 12 Uhr je zehn Liter getankt. In der Zwischenzeit griff die Spritpreisbremse, sie soll Treibstoff um zehn Cent pro Liter billiger machen.
Bei der OMV-Tankstelle gegenüber dem „Krone“-Haus in Wien-Heiligenstadt waren es am nächsten Tag zu Mittag zwölf Cent weniger. Das ist auf die Spritpreisbremse zurückzuführen. Auch an einigen weiteren Tankstellen kam sofort die Senkung an, gleich um zehn bis zu zwölf Cent reduzierten große Standorte, obwohl die niedrigere Mineralölsteuer ja auch erst verzögert greift.
Am Vortag erhöht, am Donnerstag um minimal mehr gesenkt
Doch einen Haken gibt es, denn am Vortag sind die Spritpreise vielerorts gestiegen, was die tatsächliche Ersparnis schmälert. So haben einige Tankstellen am Mittwoch zu Mittag noch um neun Cent erhöht und dann um zehn oder zwölf Cent gesenkt. „Jetzt ist die Frage, wie sich das nachhaltig auswirkt“, betont Dominik Graf vom ÖAMTC.
Maßnahme kommt nicht sofort überall an
Die Spritpreisbremse wirkt aber auch nur bei der Hälfte der Tankstellen: bei jenen, die zu großen Mineralölkonzernen gehören. Diskonter könnten damit teurer werden als die großen Tankstellen von BP, Shell, OMV und Co. Denn Standorte, die keinen eigenen Raffinerie-Anschluss haben, geben die Margenbegrenzung noch nicht an die Kunden weiter, da sie den Sprit ja noch teurer gekauft haben. Betreiber mit unter 30 Standorten fallen ohnehin raus, sie sollen nur die Senkung der Steuer um fünf Cent weitergeben.
Seit Kriegsbeginn wurde Diesel um 70 Cent teurer
Die Bremse gilt vorerst bis Ende April und soll die Inflation um einen Viertelprozentpunkt senken. Für viele Autofahrer ist es ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn Diesel ist seit Ausbruch des Kriegs um satte 70 Cent teurer geworden.
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