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40 Jahre Burgenland-„Krone“: Was das Land bewegte

Burgenland
05.04.2026 19:00

Brandaktuell, couragiert, direkt vor Ort – so wollen die Leser täglich über jüngste Ereignisse in der Politik, Wirtschaft und Chronik informiert sein. Am 7. April vor 40 Jahren ist die erste Burgenland-„Krone“ erschienen. 

Druckfrische Premiere am 7. April 1986: Die allererste Burgenland-„Krone“ mit dem Aufmacher „Retter zog Frau aus brennendem Auto, dann traf ihn Herzschlag!“ kam auf den Markt. Mit großem Interesse gelesen wurde damals der Bericht über die ehemalige SPÖ-Klubobfrau und unfreiwillige Dissidentin Ottilie Matysek auf Seite 13. Im burgenländischen Landtag ging es an diesem Montag um die Abstimmung über die gerichtlich beantragte Aufhebung der parlamentarischen Immunität der teils umstrittenen Politikerin. Im Sog des Skandals um die Bundesländer-Versicherung musste sie sich die Anschuldigung gefallen lassen, in das Untreue-Dilemma ihres „Jagdfreundes“ Kurt Ruso – er war Ex-Generaldirektor des Unternehmens – verwickelt gewesen zu sein.

Adebar als Wahrzeichen
Im Herbst 1989 hat dann der Oberste Gerichtshof Matysek vom Verdacht der Beteiligung freigesprochen. Positive Stimmung verbreitete vor genau 40 Jahren – so wie heute – ein großes Bild von einem Nest mit Störchen über den Dächern in Rust. „Adebar ist längst zum Wahrzeichen geworden. Die Bewohner freuen sich ebenso wie die Touristen über die Rückkehr der Vögel aus dem Süden“, stand geschrieben. Eine Seite weiter machte der Kurort Bad Tatzmannsdorf mit „Gästeplus durch Werbefeldzüge“ Schlagzeilen.

Oft diskutiert: Flughafen im Süden.
Oft diskutiert: Flughafen im Süden.(Bild: Kronen Zeitung)

„Burgenland hat sich eine eigene ,Krone’ verdient“
Seit diesem 7. April versorgt die „Kronen Zeitung“ ihre Leser brandaktuell mit den wichtigsten Informationen des Tages. Mehr Lokalberichte, mehr regionaler Sport und Rubriken wie „Alles, was Recht ist“ – „das Burgenland hat sich eine eigene ,Krone’ verdient“, hieß es von da an. An aufsehenerregenden Neuigkeiten mangelte es nie.

Im Mai 1986 konnten die Gemüsebauern im Seewinkel wegen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26. April ihre Salathäuptel nicht mehr verkaufen, Schätzungen zufolge musste eine Million davon eingeackert werden. Wenig später endete die Ära von Fred Sinowatz (SPÖ), dem ersten Burgenländer als Bundeskanzler. Legendär war sein Spruch: „Es ist alles sehr, sehr kompliziert.“

„Symbol für Liebe“
Hoffnung über alle Grenzen hinweg schenkte Papst Johannes Paul II., als er im Juni 1988 das Burgenland besuchte. Sein Auftritt bei der Eucharistiefeier unter freiem Himmel in Trausdorf war ein leuchtendes „Symbol für Liebe und Freiheit“, wie die „Krone“ titelte. Fast 100.000 Gläubige aus Österreich und den Nachbarländern waren voller Zuversicht dem Heiligen Vater gefolgt, um im festen Glauben an Gott und das Gute seinen Segen zu empfangen.

Der Papst feierte 1988 mit fast 100.000 Gläubigen in Trausdorf.
Der Papst feierte 1988 mit fast 100.000 Gläubigen in Trausdorf.(Bild: "Krone"-Archiv)

„Alle Nationen waren eine große Familie, eine beeindruckende Feier der Herzen“, erklang ein Lobgesang der Pilger auf das Gefühl der engen Verbundenheit. Die „Krone“ mittendrin. 

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