Teamchef Ralf Rangnick hat am Montag den ÖFB-Kader für die anstehende Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko präsentiert. Neben Routiniers wie David Alaba und Marko Arnautovic baut man auch auf junge Talente. Darunter auch die beiden „Neo-Österreicher“ Carney Chukwuemeka und Paul Wanner.
Österreichs Fußball-Nationalteam geht ohne Gernot Trauner und Maximilian Wöber in die WM in Nordamerika. Die beiden in dieser Saison lange verletzten Innenverteidiger stehen nicht im 26-köpfigen Aufgebot, das Teamchef Ralf Rangnick am Montag in Wien bekannt gegeben hat. Dem WM-Kader gehören dafür wie zuletzt im März Michael Svoboda und David Affengruber an. Auch Alessandro Schöpf ist dabei. Als dritten Torhüter entschied sich Rangnick für Florian Wiegele statt Tobias Lawal.
Österreichs Kader für die WM:
Trauner und Wöber hatten, wenn fit, in den vergangenen Jahren zum ÖFB-Stamm gezählt. Nach langwierigen Verletzungspausen gaben die Legionäre von Feyenoord Rotterdam bzw. Werder Bremen aber jeweils erst im April ihr Pflichtspiel-Comeback. Rangnicks WM-Kader entspricht weitestgehend dem Aufgebot, das er vor den Testspielen im März gegen Ghana (5:1) und Südkorea (1:0) einberufen hatte. Einzig der damals als Trainingsgast nominierte Wöber und Lawal wurden gestrichen.
Das Torhüter-Trio besteht aus Alexander Schlager, Patrick Pentz und 2,05-Meter-Mann Wiegele von Viktoria Pilsen. Lawal hatte bereits bei der EM 2024 durch die Finger geschaut, als Rapids Niklas Hedl als dritter Goalie den Vorzug erhalten hatte. Im März brachten Lawal Adduktorenprobleme um seinen eigentlich geplanten zweiten Länderspiel-Einsatz. Seither hat der Genk-Profi nach einer mehrwöchigen Verletzungspause kein Pflichtspiel mehr bestritten.
Kein Grüll, kein Wurmbrand, kein Florucz
Auf einen zusätzlichen Offensivmann im Aufgebot – etwa Werder Bremens Marco Grüll, Rapid-Youngster Nikolaus Wurmbrand oder Belgien-Legionär Raul Florucz – verzichtete Rangnick. Das Sturmtrio bilden Rekordnationalspieler Marko Arnautovic, WM-Quali-Held Michael Gregoritsch und mit Sasa Kalajdzic wie erwartet ein frisch gebackener Meister vom LASK.
WAC-Mittelfeldmann Schöpf ist neben Kalajdzic und Salzburg-Goalie Schlager der dritte Kicker aus der heimischen Bundesliga, der es in den WM-Kader geschafft hat. Der WM-Traum erfüllt sich auch für die im Frühjahr vom deutschen bzw. englischen Verband zum ÖFB gewechselten Zukunftshoffnungen Paul Wanner und Carney Chukwuemeka. Besonders groß war das Gedränge in der Innenverteidigung. Dort ist wie für Wöber und Trauner auch für Leopold Querfeld und Samson Baidoo kein Platz.
Entscheidung schon vor Nennfrist am 1. Juni
Im Gegensatz zur EM 2024 in Deutschland, als neben Goalie Schlager mit Kapitän David Alaba und Xaver Schlager auch zwei Schlüsselspieler verletzt fehlten, stehen für Österreichs erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren alle wesentlichen Akteure zur Verfügung. Rangnick legte sich schon vor der endgültigen Nennfrist am 1. Juni auf seinen endgültigen 26-Mann-Kader fest, um dann keine Spieler mehr enttäuschen und streichen zu müssen.
Die Rangnick-Auswahl trifft sich am 27. Mai auf dem ÖFB-Campus in Wien-Aspern, ehe am 1. Juni im Ernst-Happel-Stadion gegen Tunesien der letzte WM-Test auf heimischem Boden auf dem Programm steht. Am 4. Juni erfolgt die Anreise ins WM-Quartier nach Kalifornien. Dort steigt dann am 10. Juni (11. Juni, 6 Uhr MESZ) noch die Generalprobe gegen Guatemala, ehe am 16. Juni (17. Juni, 6 Uhr MESZ) in Santa Clara der WM-Auftakt gegen Jordanien ansteht. Die weiteren ÖFB-Gruppengegner sind Weltmeister Argentinien und Algerien.
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