Besuch auf Grönland

Trumps Gesandter: „Bin nur hier, um zuzuhören“

Außenpolitik
18.05.2026 14:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der US-Sondergesandte Jeff Landry ist zu einem mehrtägigen Besuch auf der Insel Grönland eingetroffen. „Ich liebe es – es ist großartig“, sagte er. Er sei „nur hier, um (...) zuzuhören, zu lernen und zu sehen, ob es Möglichkeiten gibt, die Beziehungen zwischen den USA, Grönland und Dänemark aufzubauen“.

Angesichts der wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, sich die Arktisinsel notfalls gewaltsam einzuverleiben, sorgen Besuche wie der von Landry für Unruhe unter Einheimischen. „Er hat zu mir gesagt: 'Reise dorthin und finde so viele Freunde, wie du nur kannst‘“, sagte er Botschafter in Bezug auf Trump jetzt vor Ort. Laut dem Grönland-Fachmann Ulrik Pram Gad nimmt das jedoch nicht die Anspannung aus dem Konflikt. „Das Problem ist, dass es sich wie Druck anfühlt, selbst wenn sie nette und freundliche Dinge sagen, weil Trumps Agenda damit nicht vom Tisch ist“, sagte er. Das Image des freundlichen Nachbarn habe der Präsident selbst zerstört.

Landry wird sich laut dänischen Medien unter anderem mit Regierungschef Jens-Frederik Nielsen treffen und an einer Wirtschaftskonferenz teilnehmen, die das Ziel hat, die Investitionen in Grönland zu fördern. Er wurde nicht eingeladen.

US-Botschafter in Dänemark kommt auch
Der Sondergesandte landete am Sonntagabend in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Für Montag wird zudem der US-Botschafter in Dänemark, Kenneth Howery, erwartet. Die beiden planen laut der Botschaft Gespräche mit Einheimischen. „Wir befinden uns in Verhandlungen, aber es gibt noch keine Übereinkunft“, sagte der grönländische Regierungschef Nielsen über die Gespräche mit den USA zur Zukunft der Insel.

Kürzlich hatten Medien berichtet, dass Trump die Errichtung dreier weiterer US-Militärstützpunkte auf Grönland anstrebe. Die USA könnten bereits auf Grundlage bestehender Verteidigungsabkommen weitere Basen eröffnen, sagte Nielsen dazu. „Ich kann nichts Konkretes aus den Verhandlungen sagen, aber wir sind bereit, mehr zu tun und mehr Verantwortung zu übernehmen. Wir fordern nun Respekt.“ Der US-Präsident begründet den Anspruch mit einer drohenden Ausweitung der Präsenz Chinas und Russlands in der Arktisregion.

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