Paukenschlag am Elektromarkt: Der chinesische Internetriese JD.com plant die milliardenschwere Übernahme von Ceconomy, Mutterkonzern der Kette MediaMarkt. Bei uns hat sie über 50 Standorte.
Doch auf den letzten Metern droht der österreichische Staat in die Quere zu kommen. Die Genehmigung der ausländischen Investition stockt massiv, das Ministerium steht auf der Bremse. Jetzt soll das Verfahren sogar von vorn beginnen. Länder wie Frankreich und Italien haben längst zugestimmt. Somit wird wirtschaftspolitische Vorsicht zu einem möglichen Bumerang.
Offen gefragt: Was ist die Alternative? Blockiert Österreich, ist die Zukunft von MediaMarkt mit über 2000 Arbeitsplätzen ungewiss. Eine Käufersuche nur für den Österreich-Teil wäre wohl schwierig. Eine Zerschlagung stünde im Raum.
Nun muss der Staat natürlich genau prüfen, wer am Markt groß einsteigt. Dazu gibt es strenge Vorgaben, MediaMarkt bietet aber ohnehin Datenschutzstandards wie ein Raumfahrtunternehmen an. JD.com wird sich von Beamten sicher nicht von der Expansion abhalten lassen.
Es ist nicht zuletzt ein Signal an Investoren, wenn die Politik national Stopp-Schilder aufstellt, statt offen zu sein. In allen anderen Ländern ist die Genehmigung auf Schiene.
Mit seinem Recht stehen sich Österreich und auch die EU oft selbst im Weg. China hin oder her – bei der Abwägung sollte wirtschaftliche Vernunft walten, anstatt als Staat die Bremse anzuziehen und 2000 Jobs zu riskieren.
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