Wegen Sparzwang

Beliebter „Geräte-Retter-Prämie“ droht das Aus

Innenpolitik
24.05.2026 12:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Sie sollte kaputte Waschmaschinen, Laptops und Kaffeemaschinen retten – und hat das offenbar auch geschafft: Die sogenannte „Geräte-Retter-Prämie“ wird in Österreich stark genutzt, doch ihre Zukunft steht plötzlich auf dem Prüfstand. Während heuer bereits fast 100.000 Reparaturbons eingelöst wurden, ist unklar, ob die Förderung auch nach 2026 weitergeführt wird.

Seit Jahresbeginn wurden laut Umweltministerium genau 97.600 Reparaturbons eingelöst. Mit der Förderung können Haushalts- und Elektrogeräte günstiger repariert werden. „Wir sehen, dass Reparaturen im Alltag wieder stärker an Bedeutung gewinnen“, sagte Umweltminister Norbert Totschnig in einer Aussendung.

Budgetverhandlungen entscheiden über Zukunft
Ob die „Geräte-Retter-Prämie“ trotz Sparvorgaben fortgesetzt wird, ist derzeit Teil der laufenden Budgetverhandlungen. Diese befinden sich laut Regierung bereits in der finalen Phase. Im Rahmen des Doppelbudgets 2027/28 sind Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro sowie zusätzliche 2,6 Milliarden Euro für sogenannte Offensivmaßnahmen vorgesehen. Die konkrete Aufteilung der Sparmaßnahmen auf die einzelnen Ressorts ist noch offen.

Auch im Umweltressort wird die Zukunft der Prämie derzeit geprüft. Totschnig betonte dazu im ORF-Radio, man müsse genau prüfen, wie die Finanzierung in den kommenden Jahren abgesichert werden könne.

Millionenbudget geplant
Ursprünglich waren für die „Geräte-Retter-Prämie“ rund 30 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Am häufigsten genutzt wurde sie bislang für Reparaturen von Kaffee- und Waschmaschinen, Geschirrspülern, Laptops und Backöfen. Österreichweit beteiligen sich rund 2400 Partnerbetriebe an der Initiative.

Ziel der Förderung ist es, Ressourcen zu schonen, Elektroschrott zu vermeiden und gleichzeitig Haushalte finanziell zu entlasten.

Unterschied zum Vorgängermodell
Die aktuelle „Geräte-Retter-Prämie“ folgt auf den früheren „Reparaturbonus“, der bis Mai des Vorjahres lief. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurden die förderfähigen Geräte eingeschränkt: Fahrräder inklusive E-Bikes, Handys sowie Luxus-, Wellness- und Unterhaltungsgeräte werden nicht mehr gefördert. Zudem wurde die maximale Förderhöhe von 200 auf 130 Euro reduziert.

Trotz der hohen Nachfrage ist die Zukunft der Prämie nun offen – und hängt maßgeblich von den Ergebnissen der laufenden Budgetverhandlungen ab.

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