US-Beamte alarmiert

Zu viele Raketen abgefeuert: Nahost-Vorräte sinken

Ausland
27.03.2026 15:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

An die Ukraine wollte US-Präsident Donald Trump die Marschflugkörper Tomahawk im vergangenen Herbst nicht liefern. Im Iran-Krieg hat das US-Militär nun selbst mehr als 850 der Raketen abgefeuert. Im Pentagon wird man derweil nervös, weil die Vorräte schrumpfen.

In den vergangenen vier Wochen hat das US-Militär so viele Tomahawk-Raketen abgefeuert, dass einige Vertreter im US-Verteidigungsministerium unruhig werden, wie die „Washington Post“ berichtet. Die Anzahl der Tomahawks, die noch im Nahen Osten lagern, sei „alarmierend niedrig“, warnt ein Insider. Eine andere Quelle sagt, man habe bald keine Tomahawks mehr im Nahen Osten, wenn jetzt nicht gehandelt werde. 

Es soll interne Diskussionen darüber geben, wie die USA den Vorrat der Langstrecken-Marschflugkörper wieder aufstocken könnte, die fester Bestandteil der US-Militärangriffe sind. Jedes Jahr werden nur wenige Hundert Tomahawks hergestellt, weltweit ist die Stückzahl der Raketen also begrenzt. Das US-Außenministerium macht nicht öffentlich, wie viele Tomahawks das Land hat.

Viele der Tomahawk-Raketen wurden zu Beginn des Iran-Kriegs abgefeuert.
Viele der Tomahawk-Raketen wurden zu Beginn des Iran-Kriegs abgefeuert.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)
Eine Tomahawk-Rakete wird abgefeuert.
Eine Tomahawk-Rakete wird abgefeuert.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

„Viertel des Gesamtbestands“
Wenn das US-Militär tatsächlich mehr als 800 der Langstrecken-Marschflugkörper abgefeuert hat, „wäre das etwa ein Viertel des Gesamtbestands“, schätzt Mark Cancian von der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies. Die Denkfabrik vermutet, dass die Marine zu Beginn des Iran-Kriegs vor einigen Wochen nur 3100 Tomahawks vorrätig hatte.

Ein Pentagon-Sprecher sagt zwar nicht zu den Tomahawk-Raketen, versichert aber, dass das US-Militär über alles verfüge „was es benötigt, um jede Mission zu dem vom Präsidenten gewählten Zeitpunkt und Ort“ durchzuführen.

Produktion dauert bis zu zwei Jahre
Die neuesten Versionen der Raketen können umgerechnet bis zu 3,1 Millionen Euro pro Stück kosten, die Herstellung dauert bis zu zwei Jahre, wie aus Unterlagen der Marine hervorgeht. Tomahawks können mehr als 1600 Kilometer in der Luft zurücklegen, vorprogrammierte Ziele angreifen und Gegner mithilfe von GPS in Echtzeit orten. Die Streitkräfte können über Satellit mit dem Flugkörper kommunizieren und über eine Kamera sehen, wo sich die Tomahawk gerade aufhält.

Viele der Tomahawk-Raketen wurden zu Beginn des Iran-Kriegs eingesetzt. Mindestens eine soll auch in der Nähe einer Schule im Süden des Iran eingeschlagen sein. Laut iranischen Beamten kamen dabei Dutzende Kinder ums Leben, die USA haben eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

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