Nach Antwortschreiben

Trump verschiebt erneut Ultimatum an den Iran

Außenpolitik
26.03.2026 22:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormuz erneut verlängert. Nun will der US-Staatschef bis 7. April 2 Uhr MESZ mit Angriffen auf iranische Kraftwerke warten. Laut Trump bat die Führung in Teheran um eine Verschiebung.

Das bekannte Verhaltensmuster Trumps setzt sich fort: Auf extreme Drohungen auf seinem Social-Media-Kanal bzw. in Fernsehinterviews folgen versöhnlichere Töne. Der 79-Jährige hatte dem Iran damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormuz nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht auf Dienstag mitteleuropäischer Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag kündigte Trump aber an wegen „sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten“ für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.

Die Meerenge von Hormuz ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und ...
Die Meerenge von Hormuz ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit.(Bild: AP/Jon Gambrell)

Iran übermittelt Antwortschreiben an Washington
Das Mullah-Regime ließ sich davon keineswegs beeindrucken und drohte seinerseits mit Angriffen auf Energieanlagen in den Golfstaaten bzw. der kompletten Blockade der Straße von Hormuz. Zudem hieß es, man sei in keinen Verhandlungen mit US-Vertretern. Doch am Freitag hieß es aus dem Iran, dass eine Antwort auf den 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Krieges übermittelt worden sei. Das bestätigte auch die pakistanische Regierung, die offenbar zwischen den USA und dem Iran eine Vermittlerrolle eingenommen hat.

Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormuz per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an – mit gravierenden Auswirkungen auf den weltweiten Handel von Gas und Öl.

Die Meerenge ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Passage transportiert. Der größte Teil davon geht in Richtung China, Indien und in andere asiatische Länder. Auch etwa 20 Prozent des weltweiten Flüssiggashandels läuft durch die Meerenge.

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