„Trick“ angewendet

Britisch-österreichisches Baby konnte doch nach UK

Österreich
12.05.2026 13:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Happy End für ein britisch-österreichisches Paar, dem die Wiedereinreise ihres Babys nach Großbritannien verweigert wurde: Nach einem Urlaub durfte die elfmonatige Tochter und Doppelstaatsbürgerin nicht mehr ins Land. Nun gelang die Heimreise durch einen „Trick“.

Der Familie war nach einem Spanienurlaub die Rückreise verwehrt worden, weil das Baby nur ein österreichisches, aber kein britisches Passdokument hatte. Britischen Doppelstaatsbürgern ist die Wiedereinreise per verschärfter Einreiseregelung nur mit britischem Pass oder digitaler Aufenthaltsbescheinigung erlaubt.

Wie der „Falter“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, ist der Familie die Heimreise nun über das EU-Mitglied Irland gelungen. Grund dafür ist die sogenannte Common Travel Area zwischen Irland und Großbritannien. Innerhalb dieses Gebietes können irische und britische Bürger frei reisen, weswegen die Fluglinien offenbar mehr Spielraum haben.

Fluglinie verweigerte Baby Mitnahme
Unter den seit Februar geltenden verschärften Einreiseregelungen im Rahmen der elektronischen Reisegenehmigung (Electronic Travel Authorisation – ETA) ist britischen Doppelstaatsbürgern die Einreise ins Vereinigte Königreich nur noch mit dem britischen Reisepass oder einer digitalen Aufenthaltsbescheinigung, die an den ausländischen Reisepass geknüpft ist, erlaubt. Fluglinien, die diese Regelung nicht befolgen, riskieren Strafzahlungen. Ryanair, mit der die Familie vor knapp zwei Wochen von Spanien wieder zurück nach Großbritannien fliegen wollte, ging das Risiko nicht ein und verwehrte der Familie die Einreise.

Anmeldesystem für EU-Bürger
Die Familie – der Vater ist Österreicher, die Mutter Britin, die Kinder Doppelstaatsbürger – reiste infolge vorübergehend nach Österreich, wo sie laut „Falter“ im Burgenland bei Familie und Freunden unterkam, um auf die Ausstellung eines britischen Passes für das Baby zu warten – ein Unterfangen, das bis zu zehn Wochen dauern könne. Ein Notpass sei deswegen nicht infrage gekommen, weil das Baby noch nie einen britischen Reisepass besessen hatte. Eine Alternativlösung wäre der Erwerb einer Aufenthaltsbescheinigung gewesen. Diese kostet aber rund 600 Euro und eine Ausstellung dauert laut Website der britischen Regierung ebenfalls bis zu acht Wochen. Die Familie entschied sich, den Weg über Irland zu nehmen.

Es gilt: Britische Doppelstaatsbürger, die in die EU reisen möchten, benötigen zwei Reisepässe – den EU-Pass für die Einreise in den Schengenraum und den britischen Pass für die Einreise nach Großbritannien. Doppelstaatsbürger, die keinen britischen Pass haben, können alternativ eine digitale Aufenthaltsbescheinigung beantragen und erwerben, welche an den ausländischen Pass geknüpft ist.

Österreichische Staatsbürger müssen für die Einreise ins aus der EU ausgetretene Vereinigte Königreich vor Antritt der Reise eine ETA (Electronic Travel Authorization).online beantragen unter gov.uk/eta.

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