Medizinische Forschung

Labor aus Tirol macht Reise zur Raumstation ISS

Tirol
12.05.2026 17:00

Die Innsbrucker Firma ADSI und eine Uni aus Neapel forschen an einem Medikament für Endometriose. Unter dieser Krankheit leiden weltweit rund 200 Millionen Frauen. Im Zuge der Forschung wird jetzt ein Mini-Labor aus Tirol ins Weltall geschickt.

Läuft alles nach Plan, dann startet am Mittwoch in den frühen Morgenstunden unserer Zeit eine SpaceX-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS. Mit an Bord ist ein zwei Kilogramm schweres Mini-Labor vom Austrian Drug Screening Institute (ADSI), das seinen Sitz in Innsbruck hat.

Die näheren Hintergründe erklärt Geschäftsführer Günther Bonn: „Wir werden im schwerelosen Raum erstmals Zellen erforschen, die von der Frauenerkrankung Endometriose betroffen sind.“ Unter dieser Krankheit leiden weltweit rund 200 Millionen Frauen, Medikamente für die Behandlung gibt es bis dato nicht. Das soll sich im Optimalfall ändern.

Günther Bonn, der Geschäftsführer von ADSI, neben dem Mini-Labor, das zur Raumstation ISS ...
Günther Bonn, der Geschäftsführer von ADSI, neben dem Mini-Labor, das zur Raumstation ISS fliegen wird.(Bild: ADSI)

Bisherige Experimente vielversprechend
„Die Endometriose-Gewebeproben werden gemeinsam mit ausgewählten pflanzenbasierten Wirkstoffen getestet. Parallel dazu laufen identische Experimente im Labor in Innsbruck und an der Universität Neapel Federico II“, verdeutlicht der Geschäftsführer.

Bisherige Experimente in Neapel mit vom ADSI ausgewählten Pflanzenextrakten hätten bereits einige vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Rückkehr für Ende Juni geplant
„Das Mini-Labor in der Schwerelosigkeit erlaubt uns, Krankheitsprozesse unter Bedingungen zu beobachten, die jenen im menschlichen Körper sehr ähnlich sind“, klärt Bonn auf, wieso man für die Experimente extra ins All fliegen muss, „auf der ISS können Wirkstoffe deutlich realistischer getestet werden als auf der Erde“.

Die Rückkehr des Mini-Labors ist für Ende Juni geplant, die Auswertung der Proben erfolgt in Innsbruck und in Neapel. Bonn rechnet mit einem Endergebnis noch diesen Herbst.

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