Der Streit um die Gastpatienten sorgte zuletzt für heftige Debatten in der Ostregion. Burgenlands ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits und Niederösterreichs Landeshauptfrau Mikl-Leitner (ÖVP) sind sich in dieser Frage einig: „Die Patienten dürfen nicht unter Landesgrenzen leiden.“ Gepocht wird auf die Einhaltung der bisherigen Regelung.
Es könne nicht sein, dass Wien sich einzelne Teile herauspicken würde, so der Tenor aus Niederösterreich und dem Burgenland. Im Gesundheitssystem seien die Finanzströme eng miteinander verflochten. Wer die Gastpatientenregelung infrage stellen würde, hinterfrage das gesamte System.
„Regeln und Verträge sind einzuhalten, und genau darauf verlassen sich die Menschen auch“, meint Mikl-Leitner. Niederösterreich werde weiterhin Verantwortung übernehmen. Man habe Gastpatienten aus Oberösterreich, dem Burgenland, der Steiermark, Tirol und aus allen anderen Bundesländern und mit diesen funktioniere die Regelung auch.
„Behandeln, wo beste medizinische Qualität verfügbar“
„Das zeigt sich etwa daran, dass Niederösterreich viele kinder- und jugendpsychiatrische Fälle aus dem Burgenland betreut“, meint Mikl-Leitner. „Entscheidend ist, dass Menschen rasch behandelt werden, und zwar dort, wo die beste medizinische Qualität verfügbar ist“, betont Zarits. Der ÖVP-Landesparteichef bedankt sich zudem bei Mikl-Leitner für ihre Initiative und ihr klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit.
Gleichzeitig fordert Zarits die burgenländische Landesregierung auf, ebenfalls Maßnahmen in der Causa zu setzen: „Es braucht jetzt Gespräche und konkrete Schritte, damit Patienten rasch die medizinische Hilfe bekommen, die sie brauchen.“ Die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern sei dafür entscheidend, so der ÖVP-Landesparteiobmann.
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