So schmeckt Politik

„Mahlzeit Bernd“: ÖVP-Strobl hat Appetit auf mehr

Burgenland
15.06.2026 05:30

Im Social-Media-Format „Mahlzeit Bernd“ gibt ÖVP-Klubobmann Strobl in der Landespolitik seinen Senf dazu. Nach einem Jahr online wiegt der schwergewichtige Politiker das Für und Wider ab.

„Lieber Bernd, hast du noch Appetit auf schalkhafte Facebook-Postings?“ Diese ernst gemeinte Frage könnte vom ÖVP-Klubobmann an sich selbst gerichtet sein, so wie es bei „Mahlzeit Bernd“ immer wieder der Fall ist. In Anspielung auf bodenständige Kulinarik nimmt er in Kurzvideos auf Social Media gerne die pannonische Landespolitik aufs Korn. „Comedy à la Strobl“ – zurückbleibt ein bitterer Nachgeschmack beim prüfenden Blick hinter die Kulissen des Landhauses.

„Entscheidung genau richtig“
Wenngleich sich oft kritische Kommentare unter die Reaktionen mischen, denkt Bernd Strobl keineswegs an Rückzug. „Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass ich so aktiv auf Social Media sein werde. Heute weiß ich: Diese Entscheidung war genau richtig“, zieht der ÖVP-Klubchef positive Bilanz.

Humor als Transportmittel für Politik
Strobls Aushängeschild ist das Format „Mahlzeit Bernd“. Zwischen Mittagessen, Schmäh und klaren Botschaften werden politische Themen aller Art aufbereitet. Für den Titelhelden ist das kein Widerspruch: „Humor ist ein geeignetes Transportmittel für Politik. Er macht Themen verständlicher, ohne sie oberflächlich erscheinen zu lassen.“ In Strobls Social-Media-Mission liegen kulinarische Freuden und Leiden nah beieinander. „Wenn politisch nichts weitergeht, kommt auch kein Schnitzel auf den Tisch“, sagt Strobl mit einem Augenzwinkern.

Team analysiert alle Online-Beiträge
Den Social-Media-Appetit lässt sich der ÖVP-Klubobmann nicht verderben. „Von Anfang an war klar, dass politische Kommunikation neue Wege braucht, um Menschen zu erreichen. Daran werde ich festhalten“, erklärt Strobl.

Bernd Strobl in Laune: „Wenn alle Roten nur so süß wären wie die Wiesener Erdbeeren!“
Bernd Strobl in Laune: „Wenn alle Roten nur so süß wären wie die Wiesener Erdbeeren!“(Bild: screenshot)

Die Idee dazu ist mit seinem Team entstanden. Gemeinsam wird laufend analysiert, welche Inhalte besonders gut ankommen und wie bestehende Formate weiterentwickelt werden können. Die Marschroute steht für den ÖVP-Klubchef fest: „Die Reichweite wächst, die Rückmeldungen sind positiv und vor allem entstehen Gespräche mit Menschen, die über die ,klassische’ politische Kommunikation oft nicht mehr erreicht werden.“

Nachsatz: „Politik soll man nicht komplizierter machen, als sie ist. Wenn die Menschen dranbleiben, haben wir alles richtig gemacht.“

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