Uruguay hat einen kompletten Fehlstart in die WM gerade noch abgewendet. Die Südamerikaner erkämpften am Montag in Miami in der Gruppe H gegen Saudi-Arabien ein 1:1 (0:1).
Nach einem 0:1-Pausenrückstand durch einen Treffer von Abdulelah Al-Amri (41.) setzte Uruguay in der zweiten Hälfte zu einem Sturmlauf an, den Maxi Araujo in der 80. Minute mit dem Ausgleichstreffer belohnte. Im Finish bewahrte Torhüter Mohammed Al-Owais Saudi-Arabien mehrmals vor einer Niederlage.
Wenige Stunden nach den Kap Verden gegen Spanien (0:0) holten auch die Saudis, die vor vier Jahren mit einem sensationellen 2:1 gegen den späteren Weltmeister Argentinien in die WM gestartet waren, einen überraschenden Punkt. Uruguay machte das Spiel, fand in der ersten Halbzeit aber kein Mittel, den tief stehenden Gegner zu knacken. Einzig ein Schuss von Maxi Araujo mitten aufs Tor (5.) brachte so etwas wie Gefahr. Nach einer ereignislosen halben Stunde fand Saudi-Arabien dank Standardsituationen ins Spiel.
Einen Schuss von Al-Amri lenkte der seit Dienstag 40-jährige Fernando Muslera mit einer starken Reaktion über die Latte (38.). Im zweiten Duell mit dem Innenverteidiger drei Minuten später hatte Uruguays Torhüter das Nachsehen. Muslera konnte einen Kopfball von Mohamed Kanno nur kurz abwehren, Al-Amri reagierte am schnellsten und verwertete den Abpraller.
Ausgleich durch Araujo
Uruguays Teamchef Marcelo Bielsa reagierte in der Pause mit zwei Wechseln und nahm auch Stürmerstar Darwin Nunez nach nur fünf Ballkontakten vom Feld. Ein Kopfball von Vinas wenige Sekunden nach Wiederbeginn, den Al-Owais parierte, war der Auftakt eines Sturmlaufs der Südamerikaner. Ein weiterer Kopfball von Vinas (50.) ging knapp daneben, ein Schuss von Manuel Ugarte (60.) landete an der Stange. In der 80. Minute bejubelte Uruguay aber den hoch verdienten Ausgleich, als Araujo nach einem abgewehrten Vinas-Kopfball zur Stelle war.
Saudi-Arabien kam in der zweiten Hälfte kaum mehr über die Mittellinie, durfte aber über einen Punkt jubeln, weil Uruguay im Finish zwar enormen Druck machte, Al-Owais aber nicht mehr bezwingen konnte.
Nach der Trennung von Herve Renard im April ist Nachfolger Georgios Donis nicht einmal zwei Monate im Amt. Auch deshalb ist eine ähnliche Überraschung von Kapitän Salem El-Dawsari und Co. wie 2022, wo in der Auftaktpartie der spätere Weltmeister Argentinien mit 2:1 bezwungen wurde, nicht wirklich zu erwarten. Auf WM-Ebene trafen die beiden Teams auch 2018 aufeinander, da behielt Uruguay dank eines Suarez-Treffers in Russland knapp mit 1:0 die Oberhand. Fraglich ist der Einsatz von Uruguays Abwehrchef Ronald Araujo wegen Muskelproblemen.
Der Endstand:
Saudi-Arabien – Uruguay 1:1 (1:0)
Miami, 62.764, SR Mariani (ITA)
Tore: 1:0 (41.) Al-Amari, 1:1 (80.) M. Araujo
Saudi-Arabien: Al-Owais – Abdulhamid (92. Lajami), Al-Amri, Al-Tambakti, Al-Harbi (92. Al-Hamddan) - Al-Shamat (81. Bu Washl), Kanno, Al-Khaibari, S. Al-Dawsari – Al-Brikan (92. Al-Hajji), Al-Juwayr (63. N. Al-Dawsari)
Uruguay: Muslera – Varela, Caceres, Olivera, Vina (46. Sanabria) – Ugarte (72. De la Cruz), Bentancur, Valverde, M. Araujo (81. Rodriguez) – Vinas (90. Aguirre), Nunez (46. Canobbio)
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