Nach seiner letzten Regierungssitzung als Kärntner Landeshauptmann zog Peter Kaiser Bilanz. Sowohl für das ländliche Wegenetz als auch touristische Infrastruktur wurden die Förderungen gesichert und für touristische Mitarbeiter soll es bald ein neues Wohnangebot geben.
Auf insgesamt gut 11.000 Regierungsbeschlüsse in 432 Regierungssitzungen ist Peter Kaiser letztendlich gekommen – davon über 9000 als Kärntner Landeshauptmann. „Wir haben uns bemüht, jeden Tag unser Bestes zu geben, haben aber auch Fehler gemacht. Für diese entschuldige ich mich – hoffentlich waren sie nicht zu schlimm“, zieht Kaiser eine persönliche Bilanz.
Zum Abschluss wurden in seinen Ressorts noch die Finanzierung von 314.000 Euro für die Schwimmoffensive des Landes und von 500.000 Euro für Filmproduktionen mit Kärntenbezug beschlossen. Auch der Ausbau der Alpen-Adria-Universität geht voran. „Die zusätzlichen 7700 Quadratmeter werden Platz für 1300 mehr Studierende bieten“, so Kaiser. „Unsere 23.000 Studierenden in Klagenfurt zeigen, dass Wissenschaft und regionaler Bezug gut zusammenpassen.“
Meine Dankbarkeit gilt dem Kollegium, aber auch den Kärntnern, dass sie den Kaiser so lange ausgehalten haben.

Landeshauptmann Peter Kaiser
Bild: Felix Justich
Ländliche Wege als Lebensadern
„Das heute die letzte gemeinsame Regierungssitzung war, macht mich schon ein bisschen wehmütig“, leitet auch VP-Landesvize Martin Gruber seine Ausführungen ein. Bei seinen heutigen Themen lag der Fokus ganz klar auf der Infrastruktur. „Wir werden auch heuer über zehn Millionen Euro in das ländliche Wegenetz stecken. Das sind alleine in Kärnten 8600 Kilometer“, erklärt Gruber. „Da geht es nicht bloß um Hofzufahrten. Diese Wege sind Lebensadern, sind Wege zur Arbeit oder Schule, werden von Rettung und Feuerwehr genutzt.“
Dann zog Gruber zum Winterdienst Bilanz. „Die 423 Mitarbeiter waren gut 85.000 Stunden im Einsatz. Es wurden 18.800 Tonnen Streusalz und über 6800 Tonnen Sole ausgebracht“, so der Landesvize. Kostenpunkt für sichere Straßen im heurigen Winter: 10,8 Millionen Euro. Aber auch die Landwirtschaft wird weiter gefördert. „Mit rund 900.000 Euro werden Qualitätsmaßnahmen, Aus- und Weiterbildung und Überbrückungsmaßnahmen finanziert“, so Gruber.
Bestehende Förderungen bleiben erhalten
Bei Landesrat Sebastian Schuschnig ging es wieder um den Tourismus – in der Vorwoche wurde ja die durchaus umstrittene Tourismusreform im Landtag beschlossen. „Die bisherigen Förderschienen wie die See-Berg-Rad-Initiative werden fortgeführt, da gibt es keine Verschiebung zu den Tourismusverbänden“, betont Schuschnig. „Insgesamt wurden seit 2023 18,5 Millionen Euro für touristische Projekte zur Verfügung gestellt. Durch den neuen Fonds kommt ein zusätzlicher Hebel für Investitionen in die Infrastruktur mit bis zu zehn Millionen Euro dazu.“
Dazu zählen eigene Mitarbeiterunterkünfte. „Die Wohnmöglichkeiten sind ein wichtiges Thema für die Mitarbeiter. Wir starten mit dem ,TeamHaus Velden‘ ein Pilotprojekt für günstige und hochwertige Angebote“, erklärt der Landesrat. „Der Entwurf stammt aus der Feder von Günther Domenig, wir wollen heuer noch einreichen und 2027 mit dem Bau beginnen.“
Dank an die Kärntner
Und mit Blick auf den Abschied des Landeshauptmanns meint Schuschnig: „Scherzhaft könnte man meinen, dass wir so viel investieren, damit du deine neu gewonnene Freizeit genießen kannst.“ Kaiser lacht und betont abschließend: „Meine Dankbarkeit gilt dem Kollegium, aber auch den Kärntnern, dass sie den Kaiser so lange ausgehalten haben.“
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