Die Kunstszene trauert um Bernd Svetnik: Der Kärntner Maler ist am Donnerstag in seinem 75. Lebensjahr verstorben. Mit ihm verliert das Land einen Künstler, der über Jahrzehnte unbeirrbar seinen eigenen Weg gegangen ist – und dessen Leben ganz im Zeichen der Kunst stand.
Seit rund 45 Jahren war die Malerei Mittelpunkt seines Schaffens und seines Daseins. Bilder prägten sein Leben – kraftvoll, farbstark und voller Ausdruck, so intensiv wie jener Mensch, der sie geschaffen hat. Für Svetnik war Kunst nie bloß Beruf oder Leidenschaft. „Die Malerei war immer das Wichtigste“, sagte er noch im Vorjahr im Interview für ein „Krone“-Artgerecht. Malerei war für ihn Ausdruck, Suche und spirituelles Medium zugleich.
Ursprünglich wollte er Msuiker werden
Svetnik arbeitete in seinem weitläufigen Atelier in Klagenfurt unermüdlich an neuen Ideen und Ausdrucksformen. Ursprünglich wollte er Musiker werden. Doch statt Töne wurden Farben und Linien seine Sprache. Seine Werke spiegelten dabei stets auch seine persönliche Suche wider – nach Sinn, Spiritualität und dem Wesentlichen.
Gerade seine jüngsten Arbeiten zeigten eindrucksvoll diese Entwicklung. Inspiriert vom Zen-Gedanken reduzierte Svetnik seine Kunst auf das Wesentliche. Linien, Leere und Stille rückten in den Mittelpunkt. Er selbst sagte dazu: „Ich brauche keine Farben und Formen mehr, um alles im Moment zu finden.“
Bernd Svetnik hinterlässt mehr als Bilder. Er hinterlässt Spuren – in Galerien, Ateliers und vor allem in den Menschen, die seine Kunst und seine besondere Sicht auf das Leben begleitet haben. Seine Werke bleiben. Seine Stimme ist verstummt. Seine Kunst spricht weiter. Das Begräbnis findet am 30. Mai statt.
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