Siebente Giro-Etappe

Nur Topfavorit Vingegaard schneller als Felix Gall

Sport-Mix
15.05.2026 17:09
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Bärenstarker Auftritt von Felix Gall bei der siebenten Etappe des Giro d‘Italia. Der Osttiroler musste sich am Freitag auf der 245 Kilometer langen Bergetappe von Formia bis Blockhaus lediglich Topfavorit Jonas Vingegaard geschlagen geben. 13 Sekunden fehlten Gall am Ende auf den Dänen.

Felix Gall hat sich auf der siebenten Etappe des Giro d‘Italia nur Jonas Vingegaard geschlagen geben müssen. Der Osttiroler kam am Freitag beim ersten echten Bergtest der diesjährigen Auflage mit 13 Sekunden Rückstand auf den zweifachen Tour-de-France-Sieger aus Dänemark ins Ziel am Blockhaus und machte damit in der Gesamtwertung von Rang 24 einen großen Sprung nach vorne auf Platz drei. Topfavorit Vingegaard feierte bei starkem Wind seinen ersten Giro-Etappensieg überhaupt.

Der Tagessieg ging an Jonas Vingegaard.
Der Tagessieg ging an Jonas Vingegaard.(Bild: AFP/LUCA BETTINI)

Gall hinterließ bei schwierigen Bedingungen einen sehr starken Eindruck. Sein Decathlon-Helfer Gregor Mühlberger hielt bis sechs Kilometer vor dem Ziel in der Spitzengruppe mit, danach blieben nur noch Gall und der Italiener Giulio Pellizzari (Red Bull-Bora) an Vingegaard (Visma) dran, ehe auch Gall einen Kilometer später abreißen lassen musste. In der Folge zog der Österreicher aber noch an Pellizzari vorbei und hielt den Rückstand auf Vingegaard zunächst konstant bei rund 20 Sekunden. Im Finish kämpfte er sich aber sogar noch einmal näher an den Dänen heran.

Viel Selbstvertrauen für weiteren Giro-Verlauf getankt
Unmittelbar nach der Zielankunft bei rund sieben Grad meinte Gall, er habe sich zunächst geärgert, nicht mit Vingegaard mithalten zu können. „Aber dann war es die bessere Wahl, dass ich mein eigenes Tempo gegangen bin.“ Außerdem meinte der 29-Jährige: „Es ist erst der Anfang des Giro. Ich bin jetzt einmal sehr zufrieden mit der ersten schweren Etappe, das gibt einem viel Selbstvertrauen.“

  Vingegaard zollte Österreichs Sportler des Jahres 2023 Respekt: „Er ist ein großer Rivale, doch das wusste ich schon vor dem Rennen.“ Nach vier Etappensiegen bei der Tour und fünf Tageserfolgen bei der Vuelta hat der 29-jährige Däne nun auch seinen ersten Etappensieg beim Giro geholt. Der Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt fehlt ihm noch in seiner Sammlung.

Jonas Vingegaard
Jonas Vingegaard(Bild: AP/Gian Mattia d'Alberto)

Vingegaard schob sich in der Gesamtwertung mit 3:17 Minuten Rückstand auf den Portugiesen Afonso Eulalio an die zweite Stelle, weitere 17 Sekunden dahinter ist Gall Dritter. Mühlberger wurde Etappen-20. (+2:57 Minuten) und ist Gesamt-26. (+8:29). Am Samstag geht es auf der achten Etappe über 156 Kilometer von Chieti nach Fermo etwas weniger schwierig zu. Bei drei Bergwertungen der vierten und einer der dritten Kategorie dürften die Sprinter aber trotzdem chancenlos bleiben. Am Ende wartet ein kurzer Anstieg.

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