Hohe Kosten, zu viele Auflagen, fehlende Perspektiven und das Mercosur-Abkommen: Heimische Betriebe sind unter Druck. Die Bauern wollen jetzt einmal mehr ein Zeichen setzen und rufen zum Protest am 1. April in der Bundeshauptstadt Wien auf.
Herausforderungen sind Landwirte gewohnt. Doch jetzt haben sie genug. „Der Punkt ist erreicht: Kosten, die uns erdrücken, Risiken, die unangemessen exponentiell steigen, und Produktpreise, die gleichzeitig gleich niedrig bleiben, lassen sich durch gesundes wirtschaftliches Wachstum der Betriebe nicht mehr ausgleichen“, beklagen sich Ernst Tschida aus Pamhagen, Sebastian Bauer aus Neusiedl am See und Franz-Peter Bresich aus Parndorf.
„Zudem sind viele Betriebe durch Mehrbelastung an Arbeit und Bürokratie überfordert – das ist zu viel“, betont das Trio.
Vom Landwirtschaftsministerium zum Parlament
Bereits im Jänner haben sie in Parndorf zu einer großen Demonstration gegen Mercosur eingeladen. Jetzt sind die drei wieder gemeinsam aktiv und rufen via überparteilichem Verein „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ am 1. April ab 13 Uhr zum Protest vor dem Landwirtschaftsministerium auf.
Die Konsumenten haben ein Recht darauf, auf einen Blick zu sehen, wo ihr Essen herkommt.
Die Landwirte
Im Anschluss sollen die Traktoren mit einem Konvoi entlang des Rings auf die Probleme der Bauern aufmerksam machen. Vor dem Parlament ist dann eine Schlusskundgebung geplant.
Klare Forderungen an die Bundesregierung
Man fordert verpflichtende, klare Herkunftsbezeichnungen bei allen Lebensmitteln. „Die Konsumenten haben ein Recht darauf, auf einen Blick zu sehen, wo ihr Essen herkommt. Dann können sie bewusst entscheiden, ob sie die heimische Landwirtschaft oder einen ausländischen Konzern unterstützen.“ Weiters wünscht man sich Bürokratieabbau. Es gibt zwar ein klares „Ja“ zur Dokumentation, aber auch ein ebenso klares „Nein“ zu unnötigen Schikanen.
Nachdem junge Betriebsleiter wegen hoher Investitionskosten einen schwierigen Start haben, fordert man hier Zukunftsperspektiven für junge Landwirte. „Ohne eine Aufwertung der ökosozialen Leistungen und ohne Inflationsabgeltung sind Investitionen in die Zukunft nicht finanzierbar“, so die Bauern.
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