Energieagentur warnt:
Schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten möglich
„Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben, wenn sie sich weiter in diese Richtung entwickelt“, warnt der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA). Der Iran-Krieg könnte seiner Ansicht nach die schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten auslösen.
Während der zwei aufeinanderfolgenden Ölkrisen in den 1970er-Jahren habe die Welt „jeweils etwa fünf Millionen Barrel Erdöl pro Tag verloren“, sagte Fatih Birol am Montag im australischen Sydney. „Bis heute haben wir elf Millionen Barrel pro Tag verloren, also mehr als zwei große Ölschocks zusammengenommen.“ Der 68-jährige Türke sprach angesichts der Blockade der für den weltweiten Seehandel wichtigen Straße von Hormuz von einer „großen Bedrohung“ für die Weltwirtschaft.
„Hoffentlich wird das Problem so bald wie möglich gelöst“
Er hofft, „dass dieses Problem so bald wie möglich gelöst wird.“ Dazu seien aber globale Anstrengungen notwendig. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, faktisch gesperrt. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Sparmaßnahmen in einzelnen Ländern
Als Reaktion auf die Preissteigerungen beschloss die IEA Mitte März, 426 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freizugeben. In einigen Staaten – vor allem in Asien – wurden bereits starke Rationierungen vorgenommen. So haben zum Beispiel Pakistan, die Philippinen und Sri Lanka die Vier-Tage-Woche eingeführt. Es gibt auch Diskussionen über eine Herabsetzung von Tempolimits und vermehrte Homeoffice-Regelungen. In europäischen Staaten setzt man derzeit noch eher auf wirtschaftliche Entlastung bzw. moderate Einsparungen.









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