Straße von Hormuz

Trump stellt den Mullahs 48-Stunden-Ultimatum

Außenpolitik
22.03.2026 10:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat den Mullahs im Iran im Kampf um die Ölpreise ein Ultimatum gestellt: Sollten die Machthaber innerhalb von 48 Stunden nicht die Straße von Hormuz öffnen, werde er die Energieanlagen zerstören lassen. Mit dem größten Kraftwerk würden die USA beginnen.

Das schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Der Politiker steht derzeit unter zunehmendem Druck, die Straße von Hormuz zu sichern. Das Regime kontrollierte die Route bereits in der Vergangenheit mit Seeminen, Raketen und Drohnen. Sie ist derzeit faktisch nicht passierbar. Als Folge der Öl- und Gasknappheit – die Straße von Hormuz ist ein Nadelöhr für den Transport von Öl und Flüssigerdgas – stiegen die Preise für die Rohstoffe massiv an, auch in Österreich. Am Freitag hatten die Ölpreise den höchsten Stand seit fast vier Jahren erreicht. An den Finanzmärkten wächst die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen.

Das Vereinigte Kampfkommando von Irans Streitkräften verwies auf die internationale UNO-Kooperation des Landes. Sie drohte den USA mit Vergeltung. Bei Angriffen auf die eigene Treibstoff- und Energieinfrastruktur würden sämtliche Energieanlagen der Vereinigten Staaten in der Region ins Visier genommen, teilte das Kommando mit. Man sei allerdings bereit, mit der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit im Golf zu verbessern.

Hier sehen Sie das Posting von Trump:

US-Präsident Donald Trump hat den Mullahs im Iran gedroht, Energieanlagen anzugreifen, sollten ...
US-Präsident Donald Trump hat den Mullahs im Iran gedroht, Energieanlagen anzugreifen, sollten sie die Straße von Hormuz (Bild) nicht innerhalb von 48 Stunden öffnen.(Bild: AFP/ATTA KENARE)

„Durchfahrt nur für Feinde verboten“
Die Straße von Hormuz bleibe für alle Schiffe geöffnet, mit Ausnahme von jenen, die mit „Feinden des Iran“ in Verbindung stünden, sagte IMO-Vertreter Ali Mousavi. Man müsse sich aber zuvor mit der iranischen Regierung abstimmen. Mousavi macht israelische und US-Angriffe auf den Iran für die Lage in der Meerenge verantwortlich. 

Sollte die iranische Führung die Straße von Hormuz nicht innerhalb von 48 Stunden öffnen, würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, „beginnend mit dem größten“, schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. 

Ein Angriff auf diese könnte weitreichende Stromausfälle auslösen und den vernetzten Energiesektor lahmlegen – von Pumpen und Raffinerien bis hin zu Exportterminals. Zu den größten Anlagen des Landes gehören das Kraftwerk Damavand nahe Teheran, die Anlage in Kerman im Südosten und Ramin in der Provinz Khuzestan. Sie alle haben eine sehr viel höhere Kapazität als das einzige Kernkraftwerk des Landes in Bushehr.

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