Straße von Hormuz zu

Hohe Spritpreise: United Airlines kürzen Flugplan

Wirtschaft
21.03.2026 17:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Hohe Ölpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten setzen Fluglinien massiv unter Druck: United Airlines streicht nun Flüge und rechnet mit dauerhaft teurem Kerosin. Was der Fluglinien-Chef Scott Kirby konkret einsparen will ...

Die US-Fluggesellschaft United Airlines reduziert angesichts stark gestiegener Treibstoffkosten infolge des Konflikts mit dem Iran ihr Flugangebot. Etwa fünf Prozent der ursprünglich geplanten Kapazitäten würden vorübergehend gestrichen, erklärte Unternehmenschef Scott Kirby. Intern rechne man derzeit damit, dass der Ölpreis auf bis zu 175 Dollar (151 Euro) je Barrel klettern und möglicherweise erst nach dem Jahr 2027 wieder unter 100 Dollar (86 Euro) fallen könnte.

11 Milliarden Dollar mehr pro Jahr
Gleichzeitig betonte Kirby, dass sich die Lage auch weniger drastisch entwickeln könne. In den vergangenen Wochen habe sich der Preis für Kerosin jedoch mehr als verdoppelt. Auf dem aktuellen Niveau würde das für United zusätzliche Kosten von rund elf Milliarden Dollar pro Jahr bedeuten. Dennoch verfüge die Airline über ausreichend finanzielle Reserven und wolle weiterhin in ihre Zukunft investieren.

United-Airlines-Chef Scott Kirby hofft auf eine weniger drastische Entwicklung der Lage.
United-Airlines-Chef Scott Kirby hofft auf eine weniger drastische Entwicklung der Lage.(Bild: AFP/HEATHER DIEHL)

Unrentable Flüge
Bereits jetzt entfällt etwa ein Prozent der Kapazität durch ausgesetzte Verbindungen nach Tel Aviv und Dubai. Zusätzlich sollen in den kommenden zwei Quartalen weitere derzeit unrentable Strecken gestrichen werden, was rund drei Prozent ausmache. Betroffen sind unter anderem Nachtflüge sowie Verbindungen an weniger nachgefragten Tagen wie Dienstag, Mittwoch und Samstag. Zusätzlich plant United Airlines Einsparungen von etwa einem Prozent an seinem Drehkreuz in Chicago.

Hintergrund der steigenden Ölpreise ist die angespannte Lage rund um die Straße von Hormuz. Aus Sorge vor möglichen Angriffen durch den Iran meiden derzeit fast alle Tanker die wichtige Schifffahrtsroute. Die Meerenge zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten zählt zu den zentralen Transportwegen für Öl und Flüssiggas weltweit.

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