Trotz aller Bemühungen ließ sich die Insolvenz nicht mehr abwenden. Die Vinothek hat zu wenig Einnahmen.
Uns tut es furchtbar leid, aber die Gebietsvinothek ist insolvent!“ Diese ernüchternde Erkenntnis machte am Freitag in Deutschkreutz die Runde. Drei Jahrzehnte lang war die Vinatrium-Vinothek die erste Adresse für Weinkenner aus der ganzen Region. Doch schon seit Monaten schwebt über dem einst beliebten Branchentreff das berüchtigte Damoklesschwert. Nach vielen erfolgreichen Jahren sind die Einnahmen immer mehr versickert.
Viele unbezahlte Rechnungen
Zuletzt ließ sich der gewohnte Betrieb, in den 45 Winzer eingebunden waren, nicht mehr finanzieren. Anfang des Jahres blieben die Weinbauern auf knapp 425.700 € sitzen. Der Verein zur Förderung des mittelburgenländischen Weines hatte wiederum mehr als 48.000 € an Kojenmieten und Marketingbeiträgen offen, die von den Winzern zu begleichen gewesen wären. Dazukamen weitere unbezahlte Rechnungen, auf die außenstehende Geschäftspartner gewartet hatten.
„Winzer wollten Fortsetzung“
Trotz der drohenden Pleite war noch versucht worden, die Gebietsvinothek zu retten und mit einem überarbeiteten Konzept wieder durchzustarten. Für einen Neubeginn waren die Weinbauern zur Stundung ihrer Geldforderungen aufgerufen. „Viele Winzer waren für die Fortsetzung des Betriebes bereit. Versucht wurde alles, aber einige wollten oder konnten den vorgeschlagenen Weg nicht mitgehen“, heißt es in einer Erklärung.
Bis zum Schluss konnten nicht alle benötigten Unterschriften rechtzeitig eingeholt werden, vereinbarte Zahlungsziele waren daher nicht einzuhalten. „Schließlich waren wir gezwungen, die Insolvenz einzuleiten“, heißt es schweren Herzens. Eine Nachricht, die viele sehr bedauern.
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