Granatendonner, Scharfschützen und Lieder: Sara Ostertag bringt den eindrucksvollen, berührenden Roman „Radio Sarajevo“ von Tijan Sila als Erzählstück auf die Bühne der Linzer Kammerspiele. Drei Schauspieler und eine Musikerin entführen das Publikum in die belagerte Stadt. Das gewagte Theaterprojekt beschwört Erinnerungen an den Bosnienkrieg herauf, die gar nicht weit weg sind.
Alles in „Radio Sarajevo“ beginnt mit Radiodurchsagen. Zuerst auf Bosnisch, dann mit einer vertrauten ORF‑Stimme. Sie berichtet von Nonnen, die in Međugorje Sandsäcke füllen, von Granaten und Artilleriefeuer an der Drina. Worte wie „Mostar“ oder „Karadžić“ fallen, sie lösen zumindest bei den Älteren im Publikum heute noch plötzliche Erstarrung aus. Und da fällt auch das Wort „Sarajevo“.
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