Für den LASK liegt der erste Meisterteller seit 61 Jahren bereit. Den Linzern von Trainer Dietmar Kühbauer reicht im Bundesliga-Showdown am Sonntag ein Remis bei der Wiener Austria für das zweite Double der Vereinsgeschichte. Die „Veilchen“ wollen indes verhindern, dass die Oberösterreicher in ihrem Wohnzimmer feiern.
Im Oktober noch Vorletzter, fehlt dem LASK nur noch der letzte Schritt, um den bemerkenswerten Lauf unter Kühbauer mit dem zweiten Titel zu krönen. Und damit den Double-Coup von 1965 zu wiederholen. „Wir haben mit der ganzen Mannschaft alle gemeinsam schon ein Stück weit Geschichte geschrieben, das wollen wir am Sonntag fortsetzen und das nächste Kapitel in dem Buch schreiben“, erklärte Torhüter Lukas Jungwirth.
„Werden Geduld brauchen“
Die Mannschaft sei jedenfalls „sehr fokussiert“, meinte Kühbauer vor dem Showdown. „Wenn man so nahe dran ist, will man natürlich alles investieren, um das große Ziel zu erreichen.“ Die Austria werde seinem Team alles abverlangen, vermutete Kühbauer, während er seine Spieler auf einen kompakten Block des Gegners vorbereitete. „Wir werden Geduld brauchen und müssen unsere Chancen nutzen“, sagte Offensivmann Krystof Danek.
„Werden mutig auftreten“
Für den Gegner geht es auf den Schlussmetern der Saison ebenfalls noch um einiges. Nur mit einem Sieg sind die Violetten fix Vierter vor Erzrivale Rapid und hätten eine Restchance auf Platz drei, wenn Salzburg patzt. Bei einem Negativverlauf droht eine Saisonverlängerung in Form des Europacup-Play-offs.
„Wir sollten die Einzigen sein, die in unserem Stadion eine Meisterschaft feiern. Wir werden alles dafür tun, dass der LASK das hier nicht tut“, meinte Offensivspieler Sanel Saljic. „Wir werden mutig auftreten, wollen ihnen ihre Stärken nehmen und gemeinsam mit den Fans noch einmal ein Highlight setzen“, erklärte Trainer Stephan Helm.
Helm schöpft seine Zuversicht aus einem „positiven Trend“ durch zwei gewonnene Schnittpartien gegen Hartberg und Rapid. Nun fehlt aber Aleksandar Dragovic gelbgesperrt – alle drei Saisonpartien ohne ihren Abwehrchef hat die Austria verloren. Helm deutete den Ausfall als Chance für andere um. „Es ist ein zusätzlicher Ansporn, dass wir das ohne Drago managen.“
Grundsätzlich sei der LASK aber das formstärkste Team der Liga und auch ohne Topscorer Moses Usor (Knieverletzung) „einfach sehr komplett momentan“, unterstrich Helm. „Man muss Didi Kühbauer Respekt zollen, dass sie das Potenzial, das sie haben, so gut ausschöpfen.“ Die Saisonbilanz spricht für die Oberösterreicher, die beide Heimspiele gewonnen haben. Anfang März gab es in Wien ein 2:2.
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