Nach Vorwürfen

Keine Hinweise auf Verstöße bei Google-Baustelle

Oberösterreich
16.05.2026 09:00

Die Baustelle für das Google-Rechenzentrum in Kronstorf (OÖ) – sie wird von Subfirmen betrieben – sorgte bereits mehrfach für Schlagzeilen. Nach einer Kontrolle der Finanzpolizei im Februar wurden zu Beginn der Woche Vorwürfe von Arbeitern bekannt. Sie haben sich nach einer Prüfung der Arbeiterkammer aber nicht erhärtet – im Gegenteil.

Die Vorwürfe wogen schwer: Vier Arbeiter der von Google beauftragten und von Subfirmen betriebenen Baustelle für das neue Rechenzentrum in Kronstorf (OÖ) beschwerten sich über zu wenig Lohn, zu lange Arbeitszeiten und Wassermangel trotz Hitze. Die Rede war etwa von zwölf Stunden langen Arbeitstagen von Montag bis Samstag – die „Krone“ berichtete.

„Es stehen dort überall Wasserspender“
Zumindest bisher haben sich die Vorwürfe aber nicht erhärtet. Im Gegenteil: „Alle Beschäftigten sind ordnungsgemäß angemeldet“, sagt nun Harald Dietinger, Vizepräsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, die nach den Beschwerden eine Prüfung der Baustelle veranlasst hatte. Auch der Vorwurf des Wassermangels gehe ins Leere: „Es stehen dort überall Wasserspender, das kann also nicht stimmen“, sagt Dietinger.

Die Lohnabrechnungen werden von der Arbeiterkammer – die Interessenvertretung steht im Austausch mit Google – derzeit noch geprüft. Momentan deute aber nichts auf Verstöße hin.

Rechenzentrum soll 2027 in Betrieb gehen
Der Internetriese errichtet in Kronstorf, wie berichtet, ein Rechenzentrum, wo Unmengen an Daten gespeichert werden können. Den Grund dafür sicherte sich Google bereits 2008. Nachdem jahrelang nichts geschehen war, folgte heuer im April der offizielle Spatenstich. 2027 soll das Rechenzentrum in Betrieb gehen.

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