Der Stillstand auf der Toscana-Halbinsel in Gmunden stößt nicht nur Erholungssuchenden sauer auf. Der Umbau des denkmalgeschützten Landschlosses Ort lässt weiter auf sich warten, im beliebten Naherholungsgebiet sind die WCs zugesperrt.
Ein Jahr ist seit der umstrittenen Rodung im Gmundner Toscanapark vergangen. Unter dem Vorwand, Parkplätze für ein Hotel zu errichten, wurden 6500 Quadratmeter Wald dem Erdboden gleich gemacht. Doch bis heute gibt es weder einen Baustart für das Hotel noch klare Informationen über den weiteren Verlauf. Der Baubescheid läuft im Juli aus. „Gibt es überhaupt noch ein realistisches Konzept? Was passiert mit der Liegenschaft, wenn das Projekt endgültig scheitert?“, fragt sich Gemeinderat Philipp Wiatschka von der Liste WIA. Eine entsprechende Anfrage im Gemeinderat ist seit März unbeantwortet.
Trostlos erscheint auch ein Blick auf das vermeintliche Hotelgebäude und das Areal rundherum. Das denkmalgeschützte Landschloss Ort verfällt zunehmend. Im Park sorgen die „Gesperrt“-Schilder auf den Toiletten für Ärger unter den Spaziergängern. „Gerade jetzt, wo immer mehr Spaziergänger und Touristen das wunderschöne Naturjuwel am Traunsee besuchen, fehlt es an einer vernünftigen Betreuung der Anlage. Der Toscanapark gilt als einer der schönsten Plätze in Gmunden. Viele Bürger wünschen sich keine neuen Verbote, sondern saubere Toiletten, eine gepflegte Parkanlage und funktionierende Infrastruktur. Wenn sich das die neue Pächterin nicht leisten kann oder will, möge sie vom Vertrag zurücktreten“, nimmt Wiatschka das Hotelerrichter-Konsortium in die Pflicht.
Wer genau für die Misere verantwortlich ist, ist unklar. Land, Hotelentwicklungskonsortium, Denkmalamt und Stadtgemeinde verweisen bei Nachfrage stets auf die „Unzuständigkeit“.
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