Jetzt wird‘s schmutzig

Erpressung! ORF-Chef zeigt Belästigungszeugin an

Österreich
19.03.2026 14:51

In der ORF-Affäre um pikante Chats und Fotos wird es jetzt so richtig schmutzig: Der gestürzte Generaldirektor Roland Weißmann erstattet gegen das mutmaßliche Belästigungsopfer und dessen Anwalt Strafanzeige wegen Erpressung bzw. Missbrauch von Tonaufnahmen. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte eine am Donnerstag eingegangene Sachverhaltsdarstellung.

Die Schlammschlacht um den gestürzten Chef des öffentlich-rechtlichen Senders und eine blonde ORF-Angestellte beschäftigt seit knapp zwei Wochen das Land. In aller Öffentlichkeit wird fleißig Schmutzwäsche gewaschen. Während der beurlaubte Generaldirektor von einer „gegenseitigen Beziehung unter Erwachsenen“ – auch mit physischem Kontakt – spricht, fühlt sich die geschiedene Mutter durch anzügliche Handy-Nachrichten samt intimen Bildern sexuell belästigt. Zudem dementiert sie energisch jede körperliche Berührung.

Wie berichtet, legte die Mitarbeiterin wenige Monate vor der Wahl des nächsten Generaldirektors, bei der Weißmann nach grünem Licht von der ÖVP-Spitze offenbar wieder antreten wollte, dem Stiftungsrat Chats und Fotos vor. Brisant in diesem Zusammenhang: Diese liegen aber großteils vier Jahre oder noch länger zurück. Hinzu kommt ein mögliches Naheverhältnis mit ORF-Sicherheitsbeauftragten Pius Strobl (man teilt sich denselben Anwalt), der gerade um die komplette Auszahlung seiner 2,4 Millionen Euro schweren Luxuspension mit dem Rundfunk kämpft.

Aus Angst kurz vor Wahl ausgepackt
Warum also dieser hinterfragenswürdige Zeitpunkt? Sie hätte Angst vor weiteren fünf Jahren mit dem Top-Manager als ihrem Chef an der Spitze des Medienkonzerns gehabt. Roland Weißmann zog daraufhin jedenfalls die Reißleine und trat am Weltfrauentag zurück.

Zitat Icon

Ich kann eine heute eingegangene Sachverhaltsdarstellung gegen zwei Personen bestätigen. Wir müssen aber erstmal einen allfälligen Anfangsverdacht prüfen.

Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft

ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zeigte in der pikanten Affäre jetzt offenbar die mutmaßliche ...
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zeigte in der pikanten Affäre jetzt offenbar die mutmaßliche Belästigungszeugin und ihren Rechtsanwalt an.(Bild: Krone KREATIV/APA/EVA MANHART, stock.adobe.com, Ernst Weingartner/Weingartner-Foto/picturedesk.com)

Hat auch Weißmann pikante Bilder auf seinem Handy?
Jetzt der Hammer! Der ORF-General, der laut hochkochender Gerüchteküche in der Konzernzentrale am Küniglberg angeblich selbst auch zig pikante Bilder der ORF-Kronzeugin am Handy gespeichert hat, fühlt sich offenbar zum Abgang gedrängt bzw. genötigt. Über seinen Anwalt erstattete Roland Weißmann deshalb Strafanzeige.

Was die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien auf „Krone“-Anfrage bestätigt: „Eine dementsprechende Sachverhaltsdarstellung gegen zwei Personen ist heute eingegangen. Wir prüfen jetzt den Sachverhalt.“

Dem Vernehmen nach werden in dem Schreiben an die Justiz die mutmaßliche Belästigungszeugin und ihr Anwalt als Beschuldigte angeführt. Es geht unter anderem um den Verdacht der Erpressung. Dafür sieht das Strafrecht sechs Monate bis zu fünf Jahre Haft vor. Zudem auch um den Missbrauch von Tonaufnahmen. Bei diesen soll es sich um geheim aufgenommene Handygespräche zwischen der ORF-Mitarbeiterin und dem Generaldirektor handeln.

Justiz prüft, ob Beweise ausreichen
Jetzt ist die Justiz am Zug, ob die vorgelegten Beweise für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens oder in letzter Konsequenz gar eine Anklage reichen. In der ORF-Affäre bleibt es spannend – und wohl mit Sicherheit weiter schmutzig. Geht es doch für Roland Weißmann nicht nur um seine in Trümmern liegende Karriere, sondern auch um eine millionenschwere Abfertigung ...

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt