Sie übernimmt den ORF in seiner schwersten Krise: Mit Conny Bischofberger spricht die neue Generaldirektorin Ingrid Thurnher (63) über verstörende Nachrichten, Schadensbegrenzung für das Unternehmen, ihre Rolle als „Troubleshooterin“ und die alemannische Seele.
Freitagabend im ORF-Zentrum am Küniglberg: Im Content Management Center (CMC) sitzen Broadcast-Engineers an riesigen multiplen Bildschirmen, hier laufen alle Signale und Sendungen – TV, Radio, soziale Medien – zusammen. Die neue Generaldirektorin schreitet ruhig, nahezu unbemerkt, durch den Maschinenraum im größten „Mediendampfer“ des Landes. „Der ORF ist Teil der demokratischen, in Krisenfällen auch Teil der kritischen Infrastruktur des Landes“, sagt Ingrid Thurnher, zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 24 Stunden interimistische Generaldirektorin.
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