Weil ein 28-jähriger Rumäne Ende Dezember mit seinem 190 PS-starken Audi mit 144 km/h durch eine Leondinger 50er-Zone gebrettert war, wurde ihm der Kombi abgenommen. Am Mittwoch wird der schnittige Audi versteigert. Ob der Wagen trotz seines nicht optimalen Zustands ein Schnäppchen bleibt, wird sich zeigen.
Eine wilde Raserfahrt im vergangenen Dezember hat am Mittwoch nun konkrete Konsequenzen. In der Nacht auf den 27. Dezember war der 28-jährige Besitzer des schnittigen, schwarzen Audi A4 Avant mit wahnwitzigen 144 km/h geblitzt worden – und das in einer Leondinger 50er-Zone. Weil der Kombi auf den Raser zugelassen war, wurde er ihm behördlich abgenommen. Am Mittwoch wird der Wagen nun gemeinsam mit hunderten anderen Fahrzeugen und Fahrzeugteilen vom Dorotheum versteigert.
Pro Minute drei Autos
Dort geht es am Mittwoch Schlag auf Schlag: „Pro Minute werden rund drei Fahrzeuge oder Gegenstände versteigert, alle 20 Sekunden eines. Behördliche- oder Zwangsversteigerungen sind selten. Die meisten Fahrzeuge kommen etwa aus Fuhrparks, von privaten Besitzern oder von Firmen“, so das Dorotheum.
Kein Einsteigen und Anstarten
Online mitbieten kann jeder, der sich registriert und eine Kopie eines Lichtbildausweises hinterlegt. „Wir empfehlen trotzdem immer, das Fahrzeug vor Ort anzuschauen, das geht auch morgen noch bis kurz vor der Auktion. Allerdings können die Fahrzeuge nur von außen inspiziert, und nicht angestartet werden“, so das Auktionshaus – das sei bei der Menge an Fahrzeugen und Kunden nicht möglich, und zudem eine rechtliche Absicherung.
Für jeden was dabei
Tatsächlich kommen am Mittwoch fast 450 Fahrzeuge und Fahrzeugteile unter den Hammer – alles vom Mercedes-AMG S 63 Cabriolet, einer Corvette mit 1200 PS, einem Mercedes 230 SL „Pagode“, über Motorräder, Pkw, Liefer- und Lastwägen bis hin zu Felgen, Motoren und einzelnen Ersatzteilen.
Derzeit noch Schnäppchenpreis
Doch zurück zum Raseraudi: Je nach Zustand muss man für ein Exemplar mit ähnlicher Lauf-, Motorleistung und Erstzulassung zwischen 12.000 und 20.000 Euro berappen. Der Startpreis für den gut ausgestatteten A4 aus Leonding betrug 1400 Euro, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag das höchste Gebot bei 5000 Euro. „Wir wissen aber aus Erfahrung, dass am letzten Tag der Preis immer noch ansteigt“, so das Auktionshaus.
Ohne Gewähr
Zwar ein Schnäppchen, aber nicht ganz ohne Grund: „Allgemeinzustand: stark gebraucht, beschädigt. Motorkontrolllampe leuchtet, Getriebe hat Schlupf, Teile fehlen, gründlich überholungs- bzw. reparaturbedürftig, ohne Gewähr für Verkehrs- und Betriebssicherheit“, so die Beschreibung des Audi. Obendrein kommt zum Auktionspreis noch ein Zuschlag seitens des Auktionshauses in der Höhe von 22 Prozent. Auch alle weiteren Zusatzkosten wie eventuelle Steuern und Abgaben, die noch anfallen könnten, werden in der Verkaufsansicht angeführt.
Ob jemand also am Mittwoch wirklich ein Schnäppchen, oder einen „Außen hui, innen pfui“-Wagen mit teurem Wartungsstau ersteigert, wird sich zeigen.
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