Alle rasten aus in einer Welt, in der das Geschäft mehr zählt als Gefühle und nur mehr eine junge Frau an die Liebe glaubt. „Die Bettleroper“, in der Inszenierung von Susanne Lietzow, begeistert das Publikum. Es gibt eine Neubesetzung der Polly Peachum. Die „Krone“ besuchte noch einmal eine Vorstellung.
Längst ist die Gier zur stärksten Lebensader des Menschen geworden. Sie macht alles zur Ware: Gefühle, Elend – das Leben an sich.
Und die Schlampen, die Zuhälter, die Kriminellen und die Diktatoren – sie alle fühlen sich in der „Bettleroper“ sauwohl: „Großartige Momente, außergewöhnliches Theaterereignis“, beurteilte die „Krone“ die Premiere im Dezember 2025.
Seitdem ist jede Aufführung gut gebucht – und es gibt eine Neubesetzung: Die Rolle der Polly Peachum im Sozialporno „Die Bettleroper“ übernahm Lara-Luna Wojtkowiak. Die bisherige Darstellerin Theresa Palfi trat ihre Babypause an.
„Eine Wahnsinnsrolle für mich“
Für Lara-Luna Wojtkowiak, die zuvor schon als Teil der Straßenmädchen-Crew in der Produktion agierte, ist das – im O-Ton – „eine Wahnsinnsrolle“. Sie sagt über Polly Peachum: „In der extrem brutalen Welt, wo Liebe als Deal gesehen wird und Geschäft vor Gefühl geht, glaubt Polly an die Liebe. Sie ist jemand mit großen Träumen, der versucht, aus der brutalen Welt herauszukommen.“

Wojtkowiak, die gerade ihren Abschluss an der Bruckneruni vorbereitet, gibt der Figur eine ganz eigene Farbe, sie fügt sich schauspielerisch gut ins Ensemble ein. Sie ist nicht Palfi, will es auch nicht sein. Ihr gelingt eine eigenständige, interessante Frauenfigur in der vollkommen verrotteten Gesellschaft.
Auf ihre Art – auch mit Naivität als Schutzschild – sucht sie vergeblich nach ein wenig Wärme inmitten von Zuhälterei, Korruption, Mord und Diebstahl. Die Produktion, die noch bis 31. Mai auf dem Spielplan steht, bleibt Spitzenklasse!
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