01.06.2014 17:00 |

Das kleine CoupéSUV

BMW X4: Praktisch der X6 ohne Protz-Malus

Es war eine Frage der Zeit, bis BMW den Überraschungserfolg des BMW X6 (weltweit 250.000 verkauft) eine Klasse drunter auflegt – und der X4 macht seine Sache richtig gut. Wie sein großer Bruder ist er quasi die Viertürer-Coupé-Version des "resident SUV", spart sich aber das Protzige, das den X6 so umstritten macht.

Im Wesentlichen handelt es sich beim BMW X4 um einen X3 mit flacherer Dachlinie und etwas härterem Fahrwerk. Optisch haben die Münchner natürlich einige Designschräubchen in Richtung Dynamik gedreht, etwa an der schnittigeren Front oder der erstmals geteilten seitlichen Sickenlinie.

Mit 1,62 m passt der X4 unter einem gut 5 cm niedrigeren Balken durch als der X3. Man sitzt vorne zwei Zentimeter niedriger. Hinten sind es sogar drei, dennoch ist es für Großgewachsene eng um den Kopf herum. Auch wenn die Rückbank wie zwei Einzelsitze wirkt – man kann und darf zu dritt sitzen.

Schönheit lädt weniger
Der Kofferraum opfert der fließenden Linie ein paar Liter Volumen. 500 statt 550 Liter passen standardmäßig hinein, 1.400 statt 1.600 Liter sind es, wenn man die 40:20:40 geteilte Rücklehne umlegt. Die Heckklappe wird serienmäßig elektrisch betrieben, optional öffnet sie sich, wenn man mit dem Fuß unterm Auto herumfuchtelt. Einen Scheibenwischer trägt sie nicht spazieren, doch die Heckscheibe bleibt im Regen dennoch sauberer als die vordere, wenn diese dem Regensensor anvertraut wird.

Der Innenraum entspricht grundsätzlich dem des BMW X3, gibt also grundsätzlich wenig Anlass für Kritik. Die Bedienung ist vorbildlich, hat man das Navi mit Touchpad an Bord, hat man diesbezüglich sogar das Non-plus-Ultra in der Hand. Im Testwagen fielen lediglich die zwar geschäumten, aber dennoch nicht allzu hochwertigen Kunststoffe auf sowie vor allem der gründlich misslungene Übergang von der Konsole zur rechten Türverkleidung. Die Schwarz/Weiß-Kombination wirkt, wie zufällig zusammengesetzt.

In Österreich ist die Achtgang-Automatik obligatorisch, auch Allradantrieb ist Serie. Vom Start weg steht eine umfangreiche Motorenpalette zur Verfügung Neu ist der 20d genannte Zweiliter-Vierzylinder-Diesel, der jetzt 190 PS leistet und 400 Nm bereitstellt. Der im Test gefahrene 30d, also der 258 PS starke schwächere Sechszylinderdiesel, harmoniert sehr gut mit dem X4 und lässt mit 560 Nm ab 1.500/min. keine Wünsche offen. Darüber rangiert der 35d mit 313 PS.

Bei den Benzinern reicht die Palette von den 184 und 245 PS leistenden Vierzylindern bis zum hervorragenden Dreiliter-Sechszylinder mit 306 PS.

Markteinführung ist am 12. Juli. Der Einstiegspreis liegt bei 51.300 Euro für den X4 20i xDrive, gedieselt wird ab 52.850 Euro.

Warum?

Start in ein neues Segment

Warum nicht?

Weniger praktisch als der X3

Oder vielleicht …

… Porsche Macan, wenn er dann da ist. Oder einfach den X3.

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