Am 28. Juni wählt Graz also die neue Stadtregierung, nach langem Überlegen hat Bürgermeisterin Elke Kahr sich nun doch für den frühestmöglichen Termin entschieden. Das Sesselrücken hat jedenfalls schon begonnen – Parteiwechsel inklusive.
Die Grazer Gemeinderatswahl wirft bereits ihre Schatten voraus. Der Wahlkampf ist ohnehin längst eröffnet – dass Stadtchefin Elke Kahr mit dem 28. Juni (endlich) Klarheit bezüglich des Wahltermins schaffte, war quasi nur der offizielle Startschuss. So legt ihre KPÖ am Donnerstag eine „Zwischenbilanz“ vor. Es darf davon ausgegangen werden, dass diese von Kahr & Co. durchwegs positiv ausfällt. Spannend wird sein, ob sich die Bürgermeisterin auch zu den Spekulationen äußert, dass sie nach erfolgreicher Wiederwahl zur Halbzeit an Stadtrat Robert Krotzer übergibt.
Grüner Klubobmann geht
Kahr stellte jedenfalls immer klar, sich zurückzuziehen, so die Kommunisten Platz eins verlieren. Für andere Mandatare im Grazer Gemeinderat wird‘s definitiv der letzte Urnengang – so zieht sich etwa der grüne Klubobmann Karl Dreisiebner zurück. Das umtriebige Partei-Urgestein wird seiner Fraktion zweifellos fehlen. Spannend wird die Wahl natürlich auch für ÖVP-Chef Kurt Hohensinner. Gelingt es ihm nicht, die Volkspartei in zumindest eine aussichtsreiche Position für Regierungsverhandlungen zu bringen, sind seine Tage gezählt – gleiches gilt natürlich auch für die Grazer SPÖ-Chefin und Ex-Landesrätin Doris Kampus.
Dritte Partei für Pascuttini
Leichte Vorwahlpanik macht sich offenbar bei KFG-Klubobmann Alexis Pascuttini breit. Mangels Erfolgsaussichten seiner Fraktion, deren Mitbegründer er einst nach dem blauen Finanzskandal war, dockte er nun kurzerhand bei den NEOS an. Nach FPÖ und KFG zieht Pascuttini nun also für die dritte Partei ins Feld – wohl ein Novum in der Grazer Stadtpolitik. Ob er überhaupt an wählbarer Stelle landet, entscheidet bei den Pinken aber erst ein dreistufiger Auswahlprozess bis Ende März. Aktuell sind die NEOS mit zwei Mandataren im Gemeinderat vertreten.
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