Einbruch und Schäden
Louvre-Direktorin Laurence des Cars tritt zurück
Nach dem Einbruch im Louvre und wegen weiterer Missstände hat die Direktorin des Museums ihren Rücktritt eingereicht. Wie der Élysée-Palast in Paris am Dienstag mitteilte, nahm Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Rücktrittsgesuch von Laurence des Cars an.
In Frankreichs berühmtesten Museum hatte es im vergangenen Oktober einen spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl gegeben. Vier Männer hatten einen Teil der französischen Kronjuwelen im Materialwert von 88 Millionen Euro gestohlen. Die Beute wurde bis heute nicht gefunden.
Streiks, Wasserschaden, Ticketbetrug
In den vergangenen Monaten wurde das Museum zudem mehrfach bestreikt. Die Gewerkschaften fordern unter anderem mehr Wachpersonal und das Angehen überfälliger Renovierungsarbeiten.
Auch Wasserschäden und der Verdacht auf massiven Ticketbetrug hatten den Louvre in die Schlagzeilen gebracht. Eine Untersuchungskommission, die nach dem Juwelenraub eingesetzt wurde, bescheinigte „systemisches Versagen“.
„Wie ein Staat im Staat“
Der konservative Abgeordnete Alexandre Portier, der die nach dem Diebstahl eingesetzte Untersuchungskommission leitet, sagte dazu vergangene Woche, es gebe „eine Liste von Versäumnissen“: Der Louvre sei „wie ein Staat im Staat“, kritisierte Portier. Das Museum werde verwaltet, „als ob es niemandem Rechenschaft über die Verwendung öffentlichen Gelds ablegen müsste“, betonte er.
Nach dem Rücktritt von Direktorin Laurence des Cars dürfte auch der Rückzug von Kulturministerin Rachida Dati ins Haus stehen. Die Untersuchungskommission will dennoch beide befragen.










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