Mehrere Festnahmen

Louvre: Groß angelegter Ticketbetrug aufgeflogen

Ausland
12.02.2026 22:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein groß angelegter Betrug mit Eintrittskarten ins berühmte Pariser Louvre ist aufgedeckt worden. Neun Verdächtige sitzen in Haft, über 1,4 Millionen Euro sind beschlagnahmt worden. Der Betrug soll nach Angaben der Ermittler über zehn Jahre angedauert haben.

Der Louvre beziffere den entstandenen Schaden auf über zehn Millionen Euro. Die Summe sollen die Verdächtigten – darunter Touristenführer, Beschäftigte des Museums und eine Person, die das kriminelle Netzwerk organisiert habe – teils in Immobilien sowohl in Frankreich als auch in Dubai investiert haben, so die Staatsanwaltschaft. Ermittlungen zu einem möglichen Ticketbetrug fanden demnach auch im Schloss von Versailles statt.

Das Schloss Versailles bei Paris fiel dem Betrügernetzwerk offenbar ebenfalls zum Opfer.
Das Schloss Versailles bei Paris fiel dem Betrügernetzwerk offenbar ebenfalls zum Opfer.(Bild: APA/AFP)

Überhöhte Preise, Tickets mehrfach verwendet
Das Museum hatte Ende 2024 selbst bei der Polizei Alarm geschlagen, weil es die Existenz eines Netzwerks vermutete, das einen groß angelegten Betrug organisiert. Die Betrüger sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gruppenführungen organisiert haben, die die zulässige Höchstzahl von Personen überschritten, und für die zusätzlichen Teilnehmer überhöhte Preise berechnet haben – außerhalb des offiziellen Ticketverkaufs und zum eigenen Profit. Auch sollen sie Tickets mehrfach verwendet und falsche Tickets verkauft haben. Museumsmitarbeiter sollen Geld dafür erhalten haben, die Gruppen nicht zu kontrollieren.

Zehn Jahre lang agierte offenbar die Betrügerbande.
Zehn Jahre lang agierte offenbar die Betrügerbande.(Bild: AP/Christophe Ena)

Um den mutmaßlichen Betrügerring zu überführen, setzten die Fahnder auf Überwachungsmaßnahmen und Abhöraktionen, erläuterte die Staatsanwaltschaft.

Louvre kommt nicht aus den Schlagzeilen
Der Fall reiht sich in mehrere jüngere Vorfälle am Louvre ein. Im Oktober kam es zu einem spektakulären Einbruch, bei dem acht Kronjuwelen im Wert von 88 Millionen Euro entwendet wurden. Im November musste eine Galerie wegen technischer Schäden geschlossen werden.

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