Die iranische Führung hat die US-Regierung ein weiteres Mal vor jeder Art von Angriff gewarnt. „So etwas wie einen begrenzten Angriff gibt es meines Erachtens nicht (...)“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, am Montag. US-Präsident Donald Trump droht dem Land seit Wochen mit einer Militärintervention.
In der vergangenen Woche kamen die beiden Konfliktparteien in der Schweiz erneut zu indirekten Verhandlungen zusammen. Anfang Februar hatte es eine erste Gesprächsrunde unter Vermittlung des Oman gegeben. Das Weiße Haus drängt auf eine Einigung zum iranischen Atomprogramm und auf die Einstellung des Raketenprogramms. Die iranische Führung besteht jedoch darauf, dass sich die Gespräche ausschließlich auf die Atomfrage und das Aufheben der Sanktionen gegen das Land beschränken.
Der Iran habe in seiner Geschichte noch nie kapituliert, sagte Baghaei jetzt. „Wenn die USA uns angreifen, dann haben wir jedes Recht, uns zu verteidigen“, hatte zuvor auch Außenminister Abbas Araqchi am Sonntag gesagt. Er sehe aber „gute Chancen“, den Konflikt auf diplomatischem Weg zu lösen. „Wir setzen unsere Verhandlungen fort, arbeiten an den Elementen eines Abkommens und an einer ersten Textversion“, sagte Araqchi.
Neue Gespräche am Donnerstag
Omans Außenminister Badr Albusaidi sagte, die Gespräche würden am Donnerstag in Genf „mit einem positiven Schub wieder aufgenommen, um noch einen Schritt weiterzugehen für den Abschluss eines Deals“. Das US-Militär hat seine Präsenz in der Golfregion bereits massiv ausgeweitet. Im Juni 2025 hatten die USA an der Seite Israels im Zwölf-Tage-Krieg gegen den Iran eingegriffen und Atomanlagen bombardiert. US-Präsident Donald Trump drohte vor wenigen Tagen erneut mit einem „begrenzten Militärangriff“, falls es im Atomstreit zu keiner Einigung kommen sollte. Zudem setzte er der Führung eine Frist bis Anfang März.
„Wir brauchen nicht noch einen Krieg in dieser Region“, kommentierte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Montag. Der Iran sei so schwach wie nie zuvor. Diese Chance sollte genutzt werden, um eine diplomatische Lösung zu finden. Indiens Regierung ist offenbar wenig optimistisch: Sie rief ihre Bürgerinnen und Bürger bereits dazu auf, den Iran zu verlassen. Das hat aber wohl auch mit den erneut aufflammenden Protesten zu tun, da Teheran dagegen mit voller Härte vorgeht, Demonstrierende einsperren und hinrichten lässt.
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