In der Datenbank seien neben Benutzernamen und Kennwörtern auch E-Mail- und Postadressen der Nutzer sowie deren Telefonnummer und Geburtsdatum gespeichert. Nicht betroffen seien die Kundendaten des Bezahldienstes Paypal, einer Tochter von eBay. "Keinen Beweis" dafür gebe es bisher, dass die Angreifer an sensible Finanzinformationen der Kunden gelangt seien oder die Nutzerdaten für illegale Aktivitäten bei dem Auktionshaus genutzt hätten, erklärte eBay.
Über Log-ins von Mitarbeitern Zugriff verschafft
Den Angaben zufolge gelang es den Angreifern, sich "eine kleine Zahl" von Mitarbeiter-Passwörtern des Auktionshauses zu verschaffen. Mit den Anmeldedaten hätten sie sich im Firmennetz bewegt und zwischen Ende Februar und Anfang März Zugang zu der Kundendatenbank verschafft.
eBay habe vor rund zwei Wochen von den gestohlenen Mitarbeiter-Logins erfahren und eine Untersuchung eingeleitet, teilte das Online-Auktionshaus mit. Der Vorgang werde "aggressiv" und in Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden sowie Sicherheitsexperten untersucht.
Datendiebstähle häufen sich
Derartige Datendiebstähle häufen sich. Beim US-Einzelhändler Target hatten Hacker im Dezember Kreditkarteninformationen von rund 40 Millionen Kunden kopiert. Als größter Hackerangriff gilt ein Datendiebstahl beim Software-Hersteller Adobe im Oktober 2013. Dort hatten die Angreifer Zugriff auf rund 152 Millionen Nutzerdaten. Im vergangenen Monat forderte AOL nach einer Cyberattacke Millionen von Nutzern auf, die Passwörter zu ändern. eBay selbst war zuletzt im Februar Zielscheibe eines anderen Angriffs. Damals veränderte die Hackergruppe Syrian Electronic Army Websites.
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