Eine deutliche Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen bezeichnet ihre Mundgesundheit zwar spontan als gut, wie jüngste Untersuchungen zeigen. Doch bei näherer Betrachtung rückten 70 Prozent der Befragten dann doch mit Problemen heraus: Karies und Zahnfleischentzündungen liegen in der Häufigkeit etwa gleichauf.
Daher kann eine Auffrischung in Sachen Vorsorge nicht schaden. Bakterien sind die Ursache allen Übels. Sie bilden auf Ablagerungen, meist an den Zahnzwischenräumen und dem Übergang zum Zahnfleisch, einen Biofilm, vermehren sich und produzieren Giftstoffe. Es entstehen Entzündungen (Gingivitis), die sich in den Zahntaschen in die Tiefe ausbreiten und den gesamten Zahnhalteapparat gefährden. Ablagerungen sind auch der ideale Nährboden für Karies.
Der Weg zum perfekten Lächeln
So weit muss es nicht kommen. Die wichtigsten Schritte zur perfekten Zahnpflege, verraten wir Ihnen hier.
Nur mittelharte bis weiche Bürsten verwenden, damit der Zahnschmelz intakt bleibt, und nicht zu fest aufdrücken! Der Kraftaufwand sollte nicht mehr als 150 Gramm betragen. Auf der Küchenwaage lässt sich das einüben.
Bürsten mit abstehenden Borsten sind mehr als reif für den Mistkübel. Steht bei Ihnen auch so ein Exemplar im Zahnputzbecher? Etwa alle zwei Monate sollte dieses wichtige Mundhygiene-Utensil durch ein neues ersetzt werden. Danach lässt die Reinigungskraft deutlich nach und Keime siedeln sich zwischen den Borsten an.
Das sollte ein lebenslanges Ritual sein: Zweimal täglich die Bürste schwingen (vom Zahnfleisch Richtung Zähne). Morgens, am besten etwa eine halbe Stunde nach dem Frühstück putzen, das erfrischt auch gleich den Atem. Die Zunge ebenfalls mit einem Bürstchen oder Schaber reinigen.
Etwas mehr Aufwand – der sich auf alle Fälle lohnt – erfordert die Reinigung am Abend. Da sollte jeder einzelne Zahn auf der Innen- und Außen- sowie Kaufläche geputzt werden.
Die Zahnzwischenräume kommen oft zu kurz. Dort bleiben jedoch leicht Nahrungsreste hängen. Vorsichtig mit der Zahnseide entfernen oder bei großen Abständen mit speziellen Zwischenraumbürstchen.
Vergessen Sie die Putzuhr! Es kommt nicht darauf an, wie viele Minuten Sie brauchen, sondern wie sauber die Zähne sind. Machen Sie den Zungen-Test: Wenn sich die Zahnoberfläche glatt anfühlt, haben Sie den Bakterien den Abend verdorben.
Stellen Sie Ihren individuellen Plan auf, nach dem Sie vorgehen, damit Sie keinen Zahn auslassen. Zum Beispiel oben mit der Außenseite von links nach rechts beginnen, dann die komplette Innenseite, den gleichen Vorgang in der unteren Zahnreihe wiederholen.
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