15.04.2014 13:50 |

Teletext & Mediathek

ORF erweitert sein HbbTV-Angebot für Smart-TVs

Der ORF erweitert sein im Herbst des Vorjahres gestartetes Angebot für den Smart-TV-Standard HbbTV: Waren bis dato schon die TVthek sowie multimediale Wetterinfos über diesen Kanal verfügbar, stehen nun auch der Teletext für alle Sender sowie optional einblendbare Untertitel und Transkripte für die TVthek zur Verfügung. Das HbbTV-Angebot ist zudem für ORF III und ORF Sport+ abrufbar.
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Die Bedienung und Darstellung für den "Service mit dem roten Punkt" habe man für TV-Geräte optimiert, wie Michael Götzhaber, ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien, bei der Präsentation am Dienstag erläuterte. "Eine der Hauptbedingungen war für uns die einfache Bedienung und dass es keinen zusätzlichen redaktionellen Aufwand dafür benötigt." Dementsprechend wurde der klassische Teletext eins zu eins für HbbTV übernommen.

Roter Punkt als HbbTV-Kennzeichen
Als Kennzeichen für die Nutzer, die das Angebot via Satellit, Kabel (jedoch abhängig vom Anbieter) und auch terrestrisch nutzen können, dient die kurze Einblendung eines roten Punktes sowie der Hinweis "Portal". Dann kann, dem internationalen Standard entsprechend, über den roten Knopf auf der Fernbedienung das Menü aufgerufen werden. Dort stehen TVthek, Wetter sowie Teletext zur Auswahl. Letzterer wird durch die Integration in den HbbTV-Standard in der Bedienung vereinfacht und übersichtlicher.

ORF-Onlinechef Thomas Prantner betonte, dass "die Vernetzung von Fernsehen und Online massiv vorangetrieben" werde. Der Bekanntheitsgrad von HbbTV liegt laut einer im Vorjahr durchgeführten Umfrage in Österreich zwar noch auf sehr niedrigem Niveau, das Interesse der Zuseher sei aber vorhanden. Das zeige sich auch in den Abrufzahlen der bereits verfügbaren Applikationen: So verzeichnete der ORF im Dezember 2013 rund 200.000 Abrufe via HbbTV, im Jänner waren es bereits knapp über 400.000.

ORF: Nächste HbbTV-Erweiterung kommt im Herbst
Obwohl der Marktanteil des klassischen Teletexts im Vorjahr noch mehr als 70 Prozent betrug, sei ein leichter Rückgang in der Reichweite zu erkennen. Laut Prantner habe dies einerseits mit der Digitalisierung des Fernsehens, andererseits mit der Verfügbarkeit des Teletexts online zu tun. "Der Sprung ins Internet wurde bewältigt." Nun gelte es, das "Erfolgsprodukt" auf weitere Plattformen zu bringen.

Bei der TVthek entfällt der Großteil der Nutzung zwar noch auf PC und Laptops (über 60 Prozent), aber bereits knapp fünf Prozent werden über Applikationen für TV-Geräte beigesteuert. Das gesamte Videoangebot des ORF verzeichnete im März wiederum rund 22 Millionen Abrufe. Im Herbst will man das HbbTV-Angebot nochmals erweitern, und zwar um die Online-Dienste news.orf.at sowie sport.orf.at.

HbbTV verknüpft Fernsehen und Internet
Bei HbbTV handelt es sich um die Abkürzung für den etwas sperrigen Namen "Hybrid broadcast broadband TV". Wobei nicht zuletzt das Wort hybrid in diesem Zusammenhang von Bedeutung ist, verbindet HbbTV doch lineare und digitale Fernsehwelt. Dabei werden zusätzliche Informationsangebote zugänglich gemacht. Der Service beinhaltet im Kern bei vielen Sendern eine neue Version von Tele- respektive Videotext, aber auch weitere Applikationen können über diesen Kanal eingespeist werden, wie etwa Mediatheken.

Genutzt wird dafür einerseits das normale Fernsehsignal, um auf die Verfügbarkeit des Dienstes hinzuweisen. In der Regel passiert dies über einen roten Punkt, der am Bildschirm eingeblendet wird - daher auch das Schlagwort "Red-Button-Konzept". Wird der entsprechende Knopf auf der Fernbedienung gedrückt, erscheinen die für den aktuell aufgerufenen Sender verfügbaren Zusatzangebote aus dem Internet in einem Menü. Die Inhalte selbst werden dann über die erforderliche Internetverbindung abgerufen.

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