Geldanlegern war vorgegaukelt worden, ihre Euro würden in "Jodi" als Unternehmensbeteiligung bei einem Internet-Bezahlsystem verbucht und erwirtschafteten bis zu ein Prozent Zinsen pro Tag. Die angelegten Beträge seien vollständig abgesichert. Staatsanwaltschaft wie Verteidigung staunten über die "grenzenlose Naivität" der Geldanleger, die bis 2008 gut 1,6 Millionen Euro in den Sand setzten.
Als Drahtzieher des Schwindels wird gegen einen Geschäftsmann ermittelt. Der 56-jährige IT-Experte half ihm mit Technik, der Verwaltung der Nutzerkonten und der Beantwortung von Anfragen. Er will selbst erfolgreich investiert haben.
Tatsächlich gab es dem Gericht zufolge aber keinerlei Kapitalanlagen zur Erwirtschaftung von Gewinnen. Gelegentliche Auszahlungen seien mithilfe neu eingehender Gelder erfolgt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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