10.03.2014 11:56 |

US-Studie zeigt:

Bereits 20 Minuten Facebook fördern Essstörungen

Häufige Facebook-Nutzerinnern teilen einer aktuellen Studie der Florida State University zufolge nicht nur Partyfotos, Urlaubsvideos und schamlose Selfies, sondern auch ein erhöhtes Risiko, an einer Essstörung zu erkranken. Bereits 20 Minuten in dem sozialen Netzwerk reichten aus, um die Sorgen und Ängste von Frauen um ihr Gewicht sowie ihre Figur zu verstärken und somit zu Essstörungen beizutragen, so Studienleiterin Pamela Keel.

Die Psychologie-Professorin wertete das Facebook-Nutzerverhalten von 960 Frauen aus und fand dabei heraus, dass diese umso häufiger an Essstörungen litten, je mehr Zeit sie in dem sozialen Netzwerk verbrachten. Am häufigsten traten Essstörungen bei jenen Frauen zutage, die einen gesteigerten Wert auf den Erhalt von "Likes" und Kommentaren legten und ihre Bilder besonders oft mit jenen von Freundinnen verglichen.

Facebook stelle einen spaßigen Weg dar, mit Freunden Kontakt zu halten, aber es konfrontiere die Nutzerinnen auch mit dem Ideal der dünnen Frau, welches das Risiko für Essstörungen erhöhe, erläutert Keel in einer Mitteilung der Universität. Demnach reichten bereits 20 Minuten täglich auf Facebook aus, um das Risiko, an einer Essstörung zu erkranken, zu erhöhen. Die tatsächliche Facebook-Nutzungszeit vieler Frauen betrage sogar ein Vielfaches dessen.

Besonders problematisch ist laut Keel, dass Facebook die Einflüsse von sozialen Gruppen mit denen traditioneller Medien vereint. "Es sind nicht länger nur die Titelseiten von Hochglanzmagazinen, auf denen man die dünne Ideal-Frau sieht, sondern auch Freunde, die sich auf sorgfältig ausgewählten Fotos im Netz von ihrer besten Seite zeigen." Die Gefahr sei nicht zu unterschätzen. Laut Keel zählen Essstörungen zu den psychischen Krankheiten mit der höchsten Sterblichkeitsrate.

Der Rat der Expertin: Statt sich mit Sätzen wie "Du bist doch gar nicht dick. Schau mich an!" gegenseitig in ihrem Schlankheitswahn zu bestätigen, sollten sich Frauen besser fragen, was sie mit ihren Postings auf Facebook bezwecken. Anstatt sich als Objekt oder Ware zu begreifen und sich dementsprechend in dem sozialen Netzwerk zu präsentieren, sollten sich Frauen in Erinnerung rufen, dass sie eigenständige, "ganze" Personen seien, so Keel.

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