Einem Bericht der "Financial Times" zufolge wird an dem Virus bereits seit einem Jahrzehnt gearbeitet. Seit dem letzten Jahr kämpfen Computerexperten in der Ukraine gegen laufende Infektionen von Netzwerken. Seit Jänner dieses Jahres hat der Befall eine noch nie dagewesene Intensität erreicht.
"Ouroboros" ermöglicht seinem Programmierer ungehinderten Zugang zu Netzwerken - meist mit dem Ziel, die Benutzer des Netzwerks und den Datenverkehr zwischen diesen zu überwachen. Aber in manchen Fällen kann die "Schlange" auch als Waffe benutzt werden, um Systeme zu schädigen und zu zerstören. Der Virus wird mit Stuxnet verglichen, jenem Wurm, mit dessen Hilfe 2010 das Atomprogramm des Iran sabotiert wurde.
Russland hinter dem Virus vermutet
Die Urheber von "Ouroboros" sind unbekannt. Doch es gibt einige Anzeichen dafür, dass Russland hinter dem Virus steckt. Aufgrund einiger russischer Passagen im Quellcode des Schädlings und der Tatsache, dass die Programmierer in der Moskauer Zeitzone registriert sind, legen den Verdacht mehr als nahe, dass es sich um staatlich geförderten Cyberterrorismus aus Russland handelt.
Am massivsten betroffen vom Virus ist die Ukraine mit bisher 32 Meldungen. Aber auch in Litauen treibt er sein Unwesen. "Ukraine ist an der Spitze der Infektionsliste - und die Angriffe nehmen zu", erklärte David Garfield, Direktor für Cybersicherheit bei BAE Systems, einem britischen Rüstungs-, Luftfahrts- und Informationssicherheitsunternehmen.








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