16 Kilo abgespeckt

Neuer Quarterback muss schwarze Zukunft retten

Kärnten
21.10.2025 10:00

Das Rennen um den Bürgermeisterstuhl, das in Klagenfurt im Frühjahr 2027 über die Bühne geht, sorgt für den nächsten Wechsel in der Stadtregierung. Auch die Schwarzen tauschen aus, ersetzen Max Habenicht bei der heutigen Gemeinderatssitzung durch die junge Hoffnung Julian Geier.

Eine erschlankte VP-Hoffnung übernimmt heute bei der Gemeinderatssitzung von Max Habenicht die wichtigsten Ressorts (Wirtschaft, Tourismus, Facility Management, Stadtgartenamt) in der Stadtregierung. „Ich habe 16 Kilo abgenommen, trinke nur noch Wasser und lasse bei einem geänderten Essverhalten alle Süßigkeiten weg“, lächelt der 31-Jährige. „Ich will weiter abnehmen, dabei ist Kochen mein absolutes Hobby. Am liebsten bereite ich das Essen für die ganze Familie vor.“

Kein Stillstand, sondern neue Power
Unter Max Habenicht, der abtritt, ist fast schon ein Stillstand in der VP eingetreten, damit will Geier aufräumen: „Von einem Ausverkauf des Familiensilbers, der nur dazu dient, die leeren Stadtkassen zu füllen, halte ich nichts. Das wird auch nicht passieren“, verspricht der im Sternzeichen Löwe geborene Geier.

„Wir brauchen für die Koralmbahn dringend neue Betriebe in Klagenfurt. Bisher hat die Stadt die Entwicklung verschlafen. Für neue Firmen soll es bei der Ansiedelung schnellere Antworten und Grundstücke geben.“ Beim Fremdenverkehr setzte er auf Städtetourismus. „Wir müssen neue Märkte aufschließen. Von Bootsanlegestellen sollte sich die Politik raushalten.“

Max Habenicht (l) tritt ab, die schwarze Zukunft gehört Julian Geier.
Max Habenicht (l) tritt ab, die schwarze Zukunft gehört Julian Geier.(Bild: Christian Tragner)

Der Löwe setzt endlich auf die Innenstadt
Geier setzt zentral auf die Innenstadt. „Wir müssen sie für Betriebe und Wohnraum wieder attraktiv machen. Seit vielen Jahren geht da nichts mehr weiter.“  Die VP war wegen der Finanzkrise der Stadt gegen den Bau des Hallenbads. „Ich will die Dinge so ansprechen, wie sie sind.“

Der neue VP-Stadtparteichef, der Papa eines Sohnes, Theodor, ist, war auch Schul- und Soldatensprecher. Das Jus- und Geschichte-Studium hat er abgebrochen. „Jus will ich fertigmachen.“ Ein Jahr war Julian Geier zuletzt bei Landesvize Martin Gruber (VP) für Orts- und Regionalentwicklung zuständig, „Gruber war ein guter Lehrmeister.“

Viele Wechsel in der Stadtregierung
Die SP hat seit der letzten Wahl 2021 dreimal in der Regierungsmannschaft gewechselt. Jürgen Pfeiler musste für Philipp Liesnig Platz machen, der nun von Ron Rabitsch abgelöst wurde. Constance Mochar beerbte Corinna Smrecnik. Auch Bürgermeister Christian Scheider (FSP) hat fleißig gewechselt. Alois Dolinar musste für Alexander Kastner Platz machen, der wurde von Patrick Jonke beerbt. Jetzt wechseln die Schwarzen ihren Stadtrat aus.

Landeschef Kaiser und Überraschungsgast im Gemeinderat
Harry-Potter-Filme und American Football sind Leidenschaften von Julian Geier. „Ich will der neue Quarterback der Volkspartei sein und als Spielmacher die richtigen Passes geben.“ 18 Monate hat der 31-Jährige Zeit der VP zu beweisen, dass er der richtige Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl 2027 ist. Das Rennen um den Bürgermeister beschäftigt auch die Volkspartei sehr. Die Angelobung nimmt heute übrigens Landeschef  Peter Kaiser vor. „Es ist vielleicht das letzte Mal, dass er als Landeshauptmann bei einer Gemeinderatssitzung auftritt“, sagt Geier.

Keine Party während der Angelobung
Auch einen Ehrengast hat der Klagenfurter, der in Ferlach aufgewachsen ist, geladen. „Ich sage es noch nicht, wer es ist.“ Man kann davon ausgehen, dass diese Person einmal schwarzer Bürgermeister in Klagenfurt war und viele Dinge im Leben der Stadt verwirklicht hat. Eine große Party während der Angelobung, die zuletzt Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP) gab, wird am Dienstag nicht passieren. „Wir stoßen danach nur danach darauf an“, meint Geier.

Die SP will übrigens einen Sondergemeinderat beantragen, wo es konkret um den Abbau von 300 Stellen in den nächsten Jahren bei den 1800 Rathaus-Mitarbeitern geht.

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