Eingecheckt

Microsoft verbündet sich mit Foursquare

Web
05.02.2014 07:34
Microsoft verbündet sich mit Foursquare. Der Softwarekonzern steigt als strategischer Investor bei dem Online-Netzwerk ein, um die Suche nach Restaurants und Geschäften in hauseigenen Produkten wie der Suchmaschine Bing zu verbessern. Foursquare hat in seiner Datenbank Informationen über rund 60 Millionen Lokale weltweit gespeichert.

Microsoft investiere 15 Millionen Dollar (über elf Millionen Euro), sagte Foursquare-Manager Holger Luedorf der dpa am Dienstag. Für die Nutzung der Daten bekommt Foursquare zusätzliches Geld in nicht genannter Höhe, der Deal ist zunächst auf vier Jahre ausgelegt. Nach Informationen des Blogs "Recode" spült er weitere rund 15 Millionen Dollar in die Foursquare-Kassen.

Bei Foursquare kann man nach Restaurants und Geschäften suchen und Freunden den aktuellen Aufenthaltsort mitteilen. Zudem werden bei Empfehlungen neuer Lokale die bisherigen Vorlieben sowie die Präferenzen der Freunde berücksichtigt. Der Dienst hat nach eigenen Angaben rund 45 Millionen registrierte Kunden, die bislang insgesamt über fünf Milliarden Mal an verschiedenen Orten "eincheckten".

Personalisierte Suchdienste
Man habe mit Microsoft eine gemeinsame Vision, sagte Luedorf. "Wir glauben, dass in wenigen Jahren alle Suchdienste personalisiert sein werden." Microsoft bekommt keinen Zugriff auf Informationen der Foursquare-Nutzer. Mit der Zeit könnten sie aber die Möglichkeit erhalten, ihr Profil bei dem Dienst mit ihrem Microsoft-Konto zu verbinden.

Microsoft gibt Kampf gegen Google nicht auf
Microsoft beweist mit der Partnerschaft, dass der Konzern trotz jahrelanger hoher Verluste weiter gegen die Übermacht von Google im Suchmaschinengeschäft ankämpfen will. Für Foursquare verschafft der Deal wichtigen finanziellen Spielraum: Der Dienst arbeitet erst noch an einem tragfähigen Geschäftsmodell.

Foursquare ist ein Pionier unter den sogenannten "Check-In"-Diensten, bei denen man sich über eine App in verschiedenen Lokalen anmelden kann. Mit der Zeit entwickelte sich das Start-up immer stärker zu einer lokalen Suchmaschine. Mit dem Geld von Microsoft solle unter anderem das internationale Geschäft ausgebaut werden, sagte Luedorf.

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