Gegen Zensur

“The Pirate Bay” bietet jetzt eigenen Browser an

Web
12.08.2013 11:42
Die Torrent-Suchmaschine "The Pirate Bay" hat anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens einen eigenen Browser herausgegeben, der die Zensur einiger Länder umgehen soll, in denen die Website gesperrt ist. Der "Pirate Browser" basiert auf Firefox 23 und nutzt das Anonymisierungsnetz TOR und andere Tricks, um den Nutzer über Umwege zur populären BitTorrent-Seite zu lotsen.

Ein wirklich anonymer Browser sei der Pirate Browser allerdings nicht, berichtet die Filesharing-Nachrichtenseite "TorrentFreak". Die Software ziele vorrangig auf die Umgehung von Sperren ab, weniger auf das anonyme Surfen. Wer möglichst unerkannt durchs Netz surfen will, sollte also weiterhin auf das TOR-Browserbundle zurückgreifen.

Der Browser der Torrent-Seite kommt mit Lesezeichen für eine Reihe populärer Filesharing-Seiten und nutzt das Add-on Foxy Proxy sowie bestimmte Voreinstellungen, um in Ländern wie Großbritannien oder Irland Zugang zur Piraten-Website herzustellen, obwohl diese eigentlich von den Internetprovidern blockiert wird. Im Moment gibt es die Software nur für Windows, Versionen für MacOS und Linux sollen folgen.

"Pirate Bay" entzieht sich Behörden seit zehn Jahren 
Die Website "The Pirate Bay" ist seit zehn Jahren Anlaufstelle für Nutzer, die über das Torrent-Netzwerk Dateien austauschen. Der Seite wird angelastet, immer wieder für Urheberrechtsverletzungen missbraucht zu werden. Die Gründer der Plattform wurden deswegen bereits von einem schwedischen Gericht verurteilt.

Die Website selbst gibt es aber weiterhin. Wer genau sie heute betreibt, ist nicht bekannt. Dass die Filesharing-Seite trotz der Verfolgung durch die Behörden immer noch online ist, wird am Samstag in Stockholm mit einer großen Party gefeiert, berichtet die IT-Seite "Heise".

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